Direkter und indirekter Vertrieb – Unterschiede, Beispiele und Mischformen

Wo lässt sich das bessere Einkommen erzielen? Im direkten Vertrieb an den Direktkunden oder indirekt, indem eine Vergütung auf indirekte Verkäufe erfolgt?

Direkter und indirekter Vertrieb werden in der BWL (Betriebswirtschaftslehre) oft als unterschiedliche Verkaufsformen unterschieden, wobei „direkt“ dafür steht den Kunden direkt zu bedienen und indirekt dafür wenn der Absatz der Produkte über Zwischenhändler erfolgt.

 

Ähnlich kann man es im Network-Marketing (MLM) betrachten, wo es zwei Möglichkeiten gibt Provisionen zu erzielen:

  1. Direkter Vertrieb an den Endkunden
  2. Indirekter Vertrieb über direkte und indirekte Vertriebspartner an den Endkunden

Dabei wird mir immer wieder in diesem Zusammenhang die folgende Frage gestellt: „Soll ich mich eher auf die Kunden- oder Partnergewinnung konzentrieren?“ Nun, dies kommt ganz darauf an, was die eigene Zielsetzung ist. Bedeutet im Klartext:

  • Möchte/muss man sofort gute Einnahmen erzielen oder hat man Zeit, da man das MLM-Geschäft z.B. aus dem Nebenberuf aufbaut?
  • Will man nur einige hundert Euro dazuverdienen oder perspektivisch ein Haupteinkommen?
  • Will man ein Passives Einkommen aufbauen oder einfach nur Geld verdienen?
  • Wo bestehen die eigenen Stärken und Schwächen?

Je nachdem wie die Antworten dabei ausfallen, ist entweder eher direkter oder indirekter Vertrieb zu empfehlen oder eine Kombination von direkter und indirekter Vertrieb. Warum? Dies wird deutlich wenn wir uns die Unterschiede beider Vertriebsformen anschauen.

Direkter und indirekter Vertrieb Unterschiede

Wer meint Vertrieb sei gleich Vertrieb der täuscht, denn es gibt teilweise erhebliche Unterschiede bei den Vertriebsformen, so das man sich bereits vorab über die jeweiligen Vor- wie auch Nachteile im Vergleich bewusst sein sollte.

Direkter Vertrieb Vorteile:

  • hohe Margen,
  • schneller Verdienst

Direkter Vertrieb Nachteile:

  • Einkommen in der Höhe begrenzt,
  • Zahlung nur bei Aktivität (Tausch Zeit gegen Geld)

Dem Gegenüber steht der indirekte Vertrieb mit folgenden pros and cons.

Indirekter Vertrieb Vorteile:

  • Einkommen in der Höhe faktisch unbegrenzt,
  • Passives zeitunabhängiges Einkommen

Indirekter Vertrieb Nachteile:

  • Einkommensentwicklung nur begrenzt in der eigenen Hand,
  • generell viel Geduld und Zeit zum Aufbau einer Vertriebsstruktur notwendig

Was ist also nun die bessere Vertriebsform? Dazu später mehr. Als 1. ist es wichtig Dir exakt zu zeigen wie sich die beiden Vertriebsformen unterschieden und was es dabei mit linearem und exponentiellem Einkommen zu tun hat.

Direkter und indirekter Vertrieb Beispiele

Nehmen wir an eine Multi-Level-Marketing-Firma (MLM) verkauft über ihre Vertriebspartner ein Produkt im Preis von 100 Euro und würde dabei jeweils 50% Provision ausschütten. Wie viel Leistung müsste man dabei erbringen um z.B. nur 100 Euro zu erzielen?

Im Direkten Vertrieb würden bereits nur 2 Kunden-Empfehlungen ausreichen um auf 100 Euro Einnahmen zu kommen.

Doch wie sehe das ganze nun im indirekten Vertrieb aus? Wenn die Network-Marketing-Firma z.B. auf 10-Ebenen der Struktur in einem Unilevelplan vergütet und dabei die Provision von 50% gleichmäßig auf alle Ebenen aufteilt, also zu je 5% je Ebene, würde es 20 Kunden benötigen um auf selbe Einnahmen von 100 Euro Verdienst zu kommen.

Hier die Veranschaulichung bei 100 Euro Produktumsatz und 50% Ausschüttung zu jeweils 5% auf 10-Ebenen:

  1. Ebene: 5 Euro
  2. Ebene: 5 Euro
  3. Ebene: 5 Euro
  4. Ebene: 5 Euro
  5. Ebene: 5 Euro
  6. Ebene 5 Euro
  7. Ebene: 5 Euro
  8. Ebene: 5 Euro
  9. Ebene: 5 Euro
  10. Ebene: 5 Euro

In diesen Fall wäre es also grundsätzlich einfacher, wenn das Ziel nur 100 Euro Einnahmen sind, selbst die Kunden zu gewinnen.

Doch wie würde es nun aussehen wenn das Ziel wäre z.B. ein Einkommen von 2 Million Euro an Provisionen zu erzielen?

Im direkten Vertrieb müssten dazu 40.000 Kunden gewonnen werden. Allein der Zeitaufwand dafür, bei z.B. eine Stunde Beratung je Kunde, wäre erheblich und wohl nur über generell mehrere Jahrzehnte möglich. Vom eigenen Energieaufwand dabei und Akquise-Kosten etc. noch gar nicht erwähnt.

Der direkte Vertrieb stößt also, je größer die Provisionen werden sollen, aufgrund seiner Linearität, zunehmend an seine Grenzen.

Doch wie wäre es wenn es möglich wäre sich aus dieser Linearität, also dem alleinigen abhängig machen von der eigenen Leistung, zunehmend zu befreien und sich sogar in der Leistung zu klonen? Genau, es würde ein nahezu unbegrenztes Einkommenspotential bedeuten.

Im indirekten Vertrieb ist genau dies Realität. Dadurch, weil man quasi unendlich Partner aufbauen kann und an jedem, je nach Vergütungsplan, auf bis zur unendlichen Tiefe der Struktur prozentual beteiligt wird, kann die Linearität mit der Zeit in eine Art Exponentialkurve übergehen, d.h. selbst bei weiterhin nur gleicher Leistung steigt das Einkommen.

Bei Einkommen in dieser Höhe ist die Konzentration auf den indirekten Vertrieb daher die generell smartere Variante. Bitte nicht falsch verstehen, auch im indirekten Vertrieb wird niemanden etwas geschenkt aber wer sein Business mit der nötigen Ernsthaftigkeit betreibt kann über Network-Marketing wesentlich realistischer Millionär werden als im klassischen Direktverkauf, eben durch die immense Hebelwirkung.

Doch wie viele Kunden würden nun im indirekten Vertrieb benötigt werden um 2 Millionen Euro an Provisionen zu erzielen? Nun, ebenso wie im obigen Beispiel benötigt es wiederum das 10-Fache an Kunden, weil, statt 50%, nur jeweils 5% vergütet werden.

Doch 10x so viele Kunden heißt nicht, dass Du dafür nun 10x so viel arbeiten müsstest, denn im Network-Marketing arbeitest Du ja zusammen mit einem Team was Du Dir in einigen Jahren auf bis zu mehrere tausend Partner aufbauen kannst.

Nehmen wir also mal an Du würdest z.B. nur 300 direkte Partner gewinnen und diese würden im Durchschnitt ab der 2. Ebene nur 2 Partner anbinden und nehmen wir des weiteren an, das jeder Partner auch gleichzeitig Kunde, also Selbstanwender, des Produktes ist. Dein Einkommen würde sich dann je Ebene folgendermaßen entwickeln:

  1. Ebene: 300 Partner = 1.500 Euro
  2. Ebene: 900 Partner = 4.500 Euro
  3. Ebene: 1.800 Partner = 9.000 Euro
  4. Ebene: 3.600 Partner = 18.000 Euro
  5. Ebene: 7.200 Partner = 36.000 Euro
  6. Ebene: 14.400 Partner = 72.000 Euro
  7. Ebene: 28.800 Partner = 144.000 Euro
  8. Ebene: 57.600 Partner = 288.000 Euro
  9. Ebene: 115.200 Partner = 576.000 Euro
  10. Ebene: 230.400 Partner = 1.152.000 Euro

Bereits allein auf der 10 Ebene wären dies (230.400 Partner x 5 Euro) 1.152.000 Euro an Provisionen, wenn wohlgemerkt lediglich jeder nur Produktanwender wäre, also keinen einzigen weiteren Verkauf getätigt hätte.

Aber es kommt noch besser, denn nicht nur auf der 10 Ebene gibt es eine Beteiligung, sondern auch an allen davor, also 1. Ebene bis 9. Ebene, so dass zu den 1.152.000 Euro weitere insgesamt 1.149.000 Euro dazukommen würden, so das insgesamt in diesem einfachen Rechen-Beispiel 2.301.000 Euro an Provisionen, also über 2,3 Millionen Euro, generiert werden würden.

Unrealistisch? Was Network-Marketing betrifft absolut nicht, sondern sogar eher konservativ. So hat z.B. Jürgen Liebig damals mit LR mit „nur“ 600 direkten Partnern über 400.000 Partner aufbauen können und geschätzte Provisionen von über 20 Millionen Euro erzielt.

Einige Networker, welche seit mehreren Jahrzehnten in ein und dem selben Multi-Level-Marketing-Business tätig sind, konnten sich sogar Provisionen von mehreren hundert Millionen Euro aufbauen, so wie z.B. Dexter Yager .

Die Frage ist eigentlich nur, bist Du bereit Dir das nötige Wissen anzueignen hunderte Partner direkt aufzubauen und hast Du die entsprechende Geduld im Network-Marketing? Schaue zum Verständnis dazu auch in die Tabelle unter wie wird man Millionär dank Network-Marketing.

Dennoch kann es natürlich auch im Network-Marketing, wie in allen anderen unternehmerischen Bereichen, nie eine Garantie auf solche Einkommen geben und das ganze war wohlgemerkt lediglich ein Rechenbeispiel für die Power und die Macht der Hebelwirkung im indirekten Vertrieb im Multi-Level-Marketing.

Besonders wenn Du Dich in einem MLM-Unternehmen engagieren solltest welches auf bis zur unendlichen Tiefe der Struktur vergütet, bewährt hat sich dabei der Breakawayplan, hast Du „langfristig“ ein extrem hohes Hebelpotential.

Direkter und indirekter Vertrieb Mischform

Idealerweise verbindest Du natürlich die Vorteile von direkter und indirekter Vertrieb miteinander um so gleichzeitig die Nachteile auszuschalten.

Wenn Du also z.B. im Bereich deutscher Energievertrieb tätig wärst, könntest Du zu einem Dir sofort durch Direktvertrieb ein paar hundert bis ein paar tausend Euro im Monat dazu verdienen und einen Teil Deiner Einnahmen ins Marketing reinvestieren, um so z.B. Dein Business bekannt zu machen und neue VP’s für Deinen indirekten Vertrieb zu gewinnen.

Ganz ohne Direktvertrieb kannst Du zwar grundsätzlich auch Dein Network-Marketing-Business promoten aber Du müsstest es halt dann aus der eigene Tasche finanzieren und bekanntermaßen hat nicht jeder einen (gut) bezahlten Job. So hat nach aktuellen Studien jeder Deutsche im Schnitt lediglich gut 200 Euro monatlich zur Verfügung und somit bleibt also bei den meisten nicht viel übrig um damit nennenswert in Werbung investieren zu können.

Natürlich kannst Du zur Promotion Deiner Landingpage auch kostenfreie Werbung einsetzen, was in Zeiten von Social-Media einfacher als je zuvor möglich ist aber Du wirst dann halt umso mehr Zeit zum Aufbau Deiner Struktur benötigen.

Die meisten meiner erfolgreichen Teleson Vertriebspartner haben daher alle im Direktvertrieb angefangen und so einfach entspannt einen Teil ihrer generierten Provisionen ins Marketing reinvestiert.

Nur fürs Network-Marketing, also den Aufbau des indirekten Vertriebes, bringen hingegen nur wenige ausreichend Geduld mit lange genug durchzuhalten, geschweige die Bereitschaft Geld aus der eigenen Tasche zu investieren. Daher, auch in der Praxis hat sich die Kombination Direktvertrieb und indirekter Vertriebsaufbau bewährt.

Nicht zuletzt auch dadurch weil immer einige Kunden auch Vertriebspartner werden und man gleichzeitig bei zusätzlichem Direktvertrieb ein noch besseres Vorbild für die eigenen Teampartner ist, so das sich wiederum dann auch mehr Partner in den direkten Verkauf bewegen, so das man je Partner generell mehr Umsatz erzielt, als wenn man „nur“ Network-Marketing betreiben würde.

Fazit

Direkter und indirekter Vertrieb im Network-Marketing haben jeweils Stärken, als auch Schwächen. Idealerweise kombiniert man daher beide Ansätze.

Doch es kommt als 1. einmal darauf an was Du im Vertrieb überhaupt erreichen möchtest. Willst Du nur nebenbei ein paar hundert Euro verdienen, dann wird generell der Direktvertrieb die bessere Variante sein, da Du hier einfach wesentlich schneller und einfacher Einnahmen erzielen kannst und dabei nicht auf die Leistung einer Vertriebsstruktur setzen musst.

Du möchtest Dir hingegen im Vertrieb langfristig ein weit überdurchschnittliches Einkommen aus dem Nebenberuf heraus aufbauen und eventuell sogar perspektivisch Millionär werden? Dann wirst Du dieses Ziel am realistischsten im indirekten Vertrieb erreichen können.

Aber auch Deine Leidenschaften sind wichtig und Deine Persönlichkeit. Bist Du z.B. ein introvertierter Mensch, dann wäre wohl indirekter Vertrieb die bessere Variante für Dich. Bist Du hingegen ungeduldig und brauchst schnelle Ergebnisse oder möchtest ab dem 1. Monat ein Haupteinkommen erzielen, dann wirst Du im Vertrieb nicht am Direktvertrieb vorbeikommen.

Ein guter Sponsor wird Dich daher immer gerne beim Erstgespräch vorab fragen was Du Dir vorstellst im Vertrieb und was Deine Stärken und Leidenschaften sind, wie viel Zeit und Geld Du bereit bist in Dein Business zu investieren, um Dir dann eine Empfehlung zu geben.

Unabhängig der individuellen Charaktere und der Zielsetzung würde ich Dir aber grundsätzlich kurzfristig immer den direkten Vertrieb empfehlen, für erste schnelle Resultate und Unabhängigkeit von der Struktur und langfristig den (zusätzlichen) Aufbau des indirekten Vertriebes.

Letzteres nicht unbedingt wegen dem wesentlich höherem Einkommenspotential, als vor allem durch die Möglichkeit Dir ein zeitunabhängiges Einkommen, also ein Passives Einkommen, aufzubauen, so dass Du dank Network-Marketing selbst dann Einnahmen erzielen kannst wenn Du gerade bei Deinen Liebsten bist, im Urlaub, Deinen Hobbies nachgehst und gar Dein Einkommen später an Deiner Kinder und Kindeskinder weitergeben kannst, so dass Du nicht nur für Dich eine Einnahmequelle aufbaust, sondern sogar für Deine Nachfahren.

Was ist Deine Meinung? Kennst Du weitere Vor- oder/und Nachteile im Bereich direkter und indirekter Vertrieb?

networker
 

Konnte bereits während seines BWL-Studiums, durch moderne Inbound-Marketing-Strategien, in 3 unterschiedlichen MLM-Systemen, jeweils ein hauptberufliches Monatseinkommen über das Internet aufbauen und 483 Erstlinien sponsern und zählte somit schon als Student zu einer der erfolgreichsten rekrutierern der MLM-Branche. Das letzte Monopol ist gebrochen: In seinem MLM-Unternehmen beim Marktführer Strom und Gas erzielt er mit seinem Team geschätzt etwa 1/5 - 20 Prozent (Stand: 01.01.2018) - der täglichen Neuregistrierungen, womit es die wahrscheinlich dynamischte Orga der gesamten Firma ist, welche jeden Monat circa 30.000 Neukunden und einen Jahresumsatz von mittlerweile über 95 Millionen Euro erzielt. Einen Teil seiner MLM-Erfahrungen, sowie Tipps und Tricks zum Online-Marketing und Geld verdienen im Internet, veröffentlicht er hier im Blog.

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