MLM vs. Direktvertrieb: Was ist der Unterschied?

Herzlich willkommen! Wenn Du hier liest, stehst Du wahrscheinlich an einem spannenden Punkt: Du interessierst Dich für eine selbstständige Tätigkeit im Vertrieb, bist vielleicht auf die Begriffe MLM und Direktvertrieb gestoßen und fragst Dich nun, was sie bedeuten und – viel wichtiger – welcher Weg der richtige für Dich ist.

Diese Fragen sind absolut entscheidend. Die Wahl des passenden Geschäftsmodells kann den Unterschied zwischen Frustration und Freude, zwischen ziellosem Herumprobieren und einem erfüllten, erfolgreichen Berufsleben ausmachen. In diesem Artikel nehmen wir die beiden Modelle genau unter die Lupe. Du wirst klar verstehen, was MLM Direktvertrieb ausmacht, wie es sich vom klassischen Direktvertrieb abgrenzt und mit welcher Strategie Du Deine Stärken am besten entfalten kannst. Mein Ziel ist es, Dir eine fundierte Basis für Deine Entscheidung zu geben. Legen wir los!

Die Grundlagen: Was verbirgt sich hinter den Begriffen?

Bevor wir in die Unterschiede einsteigen, schaffen wir ein gemeinsames Verständnis. Oft werden die Begriffe synonym verwendet, doch es gibt feine, aber wesentliche Nuancen.

Was ist klassischer Direktvertrieb (Direct Selling)?

Stell Dir vor, Du vertrittst ein Unternehmen und verkaufst dessen Produkte oder Dienstleistungen direkt an den Endkunden – ohne einen klassischen Laden oder Zwischenhändler. Dieser persönliche, direkte Kontakt ist das Herzstück. Du führst Gespräche, berätst, demonstrierst vielleicht ein Produkt und schließt den Verkauf ab. Dein Einkommen setzt sich in der Regel aus der direkten Verkaufsprovision zusammen. Du bist ein selbstständiger Vertriebspartner, oft auch als Handelsvertreter bezeichnet. Das Modell ist linear: Unternehmen -> Vertriebspartner -> Kunde. Es ist erprobt, transparent und konzentriert sich stark auf den Produktwert und die Kundenbeziehung.

Was ist Network Marketing (MLM) – eine besondere Form des Direktvertriebs?

Jetzt kommt eine weitere Ebene hinzu. MLM, die Abkürzung für Multi-Level-Marketing (oder häufig auch Network Marketing genannt), ist eine spezielle Spielart des Direktvertriebs. Hier geht es nicht nur um den Verkauf von Produkten, sondern auch um den Aufbau eines eigenen Teams von Vertriebspartnern. Du wirst nicht nur für Deine eigenen Verkäufe an Endkunden vergütet, sondern erhältst auch eine prozentuale Beteiligung an den Umsätzen der Vertriebspartner, die Du geworben und eingearbeitet hast (Dein „Downline“-Team). Dadurch entstehen verschiedene „Ebenen“ (Levels) im Vertriebsnetzwerk – daher der Name „Multi-Level“.

Das MLM Direktvertrieb Modell kombiniert also zwei Einkommensströme: den Direktverkauf und den Teamumsatz. Es ist ein System, das auf Vergemeinschaftung, Mentoring und gemeinsamen Wachstum basiert. Der Fokus liegt gleichermaßen auf exzellenten Produkten und der Entwicklung von Menschen. Seriöse Unternehmen in dieser Branche legen größten Wert auf ethische Praktiken und langfristige Kundenbindung.

Der entscheidende Vergleich: MLM und Direktvertrieb im Detail

Um das für Dich passende Modell zu finden, lohnt sich ein Blick auf die Schlüsselkriterien.

1. Die Einkommensstruktur: Linear vs. Leverage

  • Im klassischen Direktvertrieb ist Dein Einkommen weitgehend direkt mit Deiner persönlichen Verkaufsaktivität verknüpft. Du handelst Provisionen, Bonuszielvereinbarungen und wiederkehrende Umsätze. Es ist ein sehr unmittelbares und leistungsbezogenes Modell. Zugleich ist das Einkommen damit auch begrenzt, denn Du kannst nur Provisionen durch eigene Erfolge generieren. Beispiel: Bei uns erzielen die besten Verkäufer um die circa 200 Abschlüsse im Monat. Bei bspw. durchschnittlich 100 € je Verkauf wäre also das realistische Maximaleinkommen circa 200 Abschlüsse x 100 € = 20.000 € Brutto. Doch das ist natürlich die absolute Elite und vor allem im Nebenberuf sind nach meinen Erfahrunger nach eher so um die 30 bis 50 Anschlüsse realistisch, also circa 3.000 bis 5.000 € Brutto im Monat. Wobei ich hier nur die Abschlussprovisionen berücksichtigte und durch die Folgeprovisionen das Passive Einkommen zusätzlich sukzessive gesteigert werden kann.

  • Im MLM Netzwerkmarketing eröffnet sich durch den Teamaufbau die Möglichkeit eines „Hebeleffekts“ (Leverage). Du investierst Zeit in das Anlernen und Unterstützen anderer. Deine Arbeit vervielfacht sich indirekt durch die Aktivitäten Deines Teams.💪📈💸 Dadurch kann langfristig ein residuales, also wiederkehrendes, Einkommen entstehen, das über Deine eigene tägliche Arbeit hinausgeht. Es ist eine Mischung aus aktiver Verkaufsprovision und passiven Team-Boni. Schon Paul Getty, der damals reichste Mann der Welt sagte: „Ich verdiene lieber 1% an der Leistung anderer, als 100% lediglich an meiner eigenen Leistung.“ Beispiel: Du baust Dir (zusätzlich) ein Team auf, indem Du die lukrative Vertriebsgelegenheit mit anderen teilst. Stelle Dir vor an jedem Abschluss in Deiner Organisation partizipierst Du im Durchschnitt mit 10 € bis 20 € Abschlussdifferenzprovision. Wie vielen Menschen möchtest Du diese Möglichkeit weitergeben? Das tolle dabei ist, dass Du damit zusätzlich ein „Passives Einkommen“ generierst, denn Deine Teampartner werden keine Rücksicht auf Dich nehmen wenn Du zum Beispiel gerade mal im Urlaub oder krank bist. 😉 Ich selber lag zum Beispiel gestern noch krank im Bett und selbst in dieser Zeit haben viele fleißige Teampartner von mir Kunden vermittelt, dazu unten ein Teil-Auszug aus meinem Dashboard meines MLM Direktvertrieb Kooperationspartners (zum Vergrößern des Screenhots einfach anklicken):

Erfolgreicher MLM Direktvertrieb

Erfolgreicher MLM Direktvertrieb Praxisbeispiel

Oben im Screenshot siehst Du einen Teil-Auszug von gestern. Du siehst das z.B. mindestens 8 Stromverträge eingereicht wurden, 4 Gasanträge und ein Wärmetarif. Zudem siehst Du u.a. das mindestens 4 der Vermittlungen B2B (Gewerbekunden) gewesen sind.

Stelle Dir nun bspw. vor Du würdest an einem Tag im Durchschnitt lediglich 10 Abschlüsse (zusätzlich) durch Dein Team generieren, also circa 300 im Monat, dann würdest Du also bei 10 bis 20 € Differenzabschlussprovision 3.000 bis 6.000 € Brutto erzielen. Wärst also dann allein schon durch die Teamleistung bei selben Einkommen wie der Einzelkämpfer im Direktvertrieb mit durchschnittlich 30 bis 50 Anträgen.

Wenn Du nun zusätzlich auch weiterhin nicht nur MLM betreibst, sondern kombinierst, also MLM Direktvertrieb, dann kannst Du durch Deine Eigenleistung um ein vielfaches Dein Einkommen steigern. Was wären wenn Du zum Beispiel im Durchschnitt im Monat 20 direkte Abschlüsse generierst und perspektivisch 300 im Team? Dein Einkommen wäre dann bspw.:

  1. Direktvertrieb: 20 Eigenabschlüsse x 100 € = 2.000 €
  2. MLM: 300 Teamabschlüsse x 10/20€ = 3.000 bis 6.000 €

Insgesamt also: 5.000 bis 8.000 € Brutto im Monat

Wohlgemerkt, ich habe der Einfachheit her lediglich Abschluss- und Abschlussdifferenzprovisionen berücksichtigt. Bei uns sind zum Beispiel zusätzlich auch u.a. Folge- und Folgedifferenzprovisionen und andere Zusatzvergütungen möglich. Ganz zu schweigen davon, das einige unserer Teampartner auch u.a. Photovoltaikanlagen vermitteln, wodurch noch wesentlich höhere Abschluss- und Abschlussdifferenzprovisionen möglich sind.

Doch wie realistisch ist es hunderte Abschlüsse im Monat mit seinem Team aufzubauen? Nun, bei uns erzielen die besten mittlerweile nicht nur drei, nicht vier, sondern fünfstellige Abschlusszahlen im Monat und erreichen so allein durch die Differenzabschlussprovision (zusätzlich) bis zu sechsstellige Monatsprovisionen. Ich möchte Dich damit also motivieren auch „langfristig“ das MLM-System zu nutzen und es nicht zu unterschätzen. 😉

2. Der Fokus der Tätigkeit: Produkt vs. Produkt & Menschen

  • Als Direktvertriebler bist Du in erster Linie Produktexperte und Verkäufer. Deine Kernkompetenz ist es, Bedürfnisse zu erkennen und die passende Lösung anzubieten. Exzellente Beratung und persönlicher Service stehen im Vordergrund.

  • Als MLM Partner bist Du ebenfalls Produktexperte, aber zusätzlich auch Mentor, Coach und Motivator. Deine Fähigkeit, andere zu führen, zu inspirieren und ihr Potenzial zu entfalten, wird ebenso wichtig wie Dein Verkaufstalent. Du arbeitest an einem Unternehmen, nicht nur in ihm.

3. Der Aufwand und die Langfristigkeit

  • Der klassische Weg kann schneller zu ersten Verkaufserfolgen führen. Der Aufwand ist zunächst vielleicht überschaubarer, da Du Dich auf Dich selbst konzentrierst. Für ein kontinuierliches Einkommen musst Du jedoch kontinuierlich verkaufen.

  • Der Aufbau eines Netzwerks im MLM erfordert anfangs oft mehr Geduld und investierte Zeit, ohne sofortigen finanziellen Rückfluss. Es ist eine langfristige Strategie, bei der Du ein System aufbaust. Dafür kann das Modell langfristig stabiler und skalierbarer sein.

4. Gemeinsamkeiten, die beide Modelle vereinen

Trotz der Unterschiede teilen beide Wege grundlegende Werte, die Du mitbringen solltest:

  • Selbstständigkeit & Eigenverantwortung: Du bist Dein eigener Chef.

  • Persönlicher Kontakt & Beziehungsaufbau: Menschen stehen im Mittelpunkt.

  • Produktbegeisterung: Du musst an das glauben, was Du vertrittst.

  • Lernbereitschaft & Durchhaltevermögen: Erfolg kommt nicht über Nacht!

Welches Modell passt zu Dir? Eine selbstreflexive Leitfrage

Die Theorie ist klar. Doch die entscheidende Frage lautet: Wo siehst Du Dich selbst? Beantworte diese Fragen ehrlich für Dich:

Der klassische Direktvertrieb könnte Deine Bestimmung sein, wenn Du…

  • …Dich gerne als solitäre Expertin oder Experte siehst.

  • …Freude am intensiven, direkten Kundenkontakt und Verkauf hast.

  • …ein Einkommen bevorzugst, das direkt und unmittelbar mit Deiner heutigen Leistung verknüpft ist.

  • …Dich lieber auf eine Sache (Verkauf) fokussierst als auf Multi-Tasking.

  • …Schnellere erste Ergebnisse sehen möchtest.

Das MLM Direktvertrieb Modell könnte Dein Weg sein, wenn Du…

  • …eine natürliche Freude daran hast, andere zu unterstützen und zu sehen, wie sie wachsen.

  • …den Gedanken liebst, durch gemeinsame Arbeit etwas Größeres zu schaffen (Synergie).

  • …bereit bist, zunächst mehr Zeit in Aufbau und Mentoring zu investieren für langfristige Ziele.

  • …die Vision eines passiven oder residualen Einkommens anspricht.

  • …gerne führst und andere motivierst.

Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“. Es geht um Persönlichkeit, Stärken und Lebensziele. Ein herausragender Verkäufer muss nicht automatisch ein guter Teamleiter sein – und umgekehrt. Beides sind wertvolle Fähigkeiten.

Die Erfolgsfaktoren: So startest Du stark in Deinem gewählten Modell

Egal für welchen Pfad Du Dich entscheidest, diese Grundlagen sind essenziell:

Für den Start im klassischen Direktvertrieb:

  1. Wähle ein Produkt, das Du liebst: Authentizität ist alles. Deine Begeisterung ist ansteckend.

  2. Meistere das Produktwissen: Werde der unangefochtene Experte.

  3. Baue Dir ein System für Neukundengewinnung auf: Ob über Social Media, Empfehlungen oder Netzwerk-Events.

  4. Pflege Deine Stammkunden: Ein zufriedener Kunde ist die beste Werbung und sichert wiederkehrende Umsätze.

Für den Start im MLM Netzwerkmarketing:

  1. Recherchiere das Unternehmen gründlich: Achte auf Seriosität, Produktqualität, Firmengeschichte und Ethik. Das Fundament muss stimmen.

  2. Suche Dir einen Mentor, kein Idol: Du brauchst jemanden, der Dich an die Hand nimmt und Dir das System des Unternehmens zeigt – jemanden, der für Dich da ist.

  3. Konzentriere Dich zunächst auf den Produktvertrieb: Auch im MLM Direktvertrieb ist der Kunde König. Ein solides eigenes Kundennetzwerk ist die Basis für alles Weitere.

  4. Lerne, zu führen, nicht nur zu managen: Investiere in Deine persönliche Entwicklung in den Bereichen Kommunikation und Führung.

Häufige Missverständnisse und wie Du sie auflöst

Leider ranken sich viele Mythen um den MLM Direktvertrieb. Klären wir die wichtigsten auf:

  • „Das ist ein Pyramidensystem!“ FALSCH. Ein seriöses Network Marketing Unternehmen verdient sein Geld primär durch den Verkauf hochwertiger Produkte an Endverbraucher. Bei illegalen Pyramidensystemen verdient man hauptsächlich durch das Anwerben neuer Mitglieder (Gebühren), ohne echten Produktwert. Der Fokus auf echten Konsumgütern ist der Schlüssel.

  • „Man muss alle Freunde belästigen.“ FALSCH. Erfolgreiche Partner bauen ihr Geschäft professionell auf, oft online, durch das Teilen ihrer Begeisterung und das Ansprechen von Menschen mit einem echten Bedürfnis. Es geht um professionelles Empfehlungsmarketing, nicht um Belästigung.

  • „Das ist ein schnelles Geld.“ FALSCH. Wie jede echte Selbstständigkeit erfordert es Arbeit, Lernbereitschaft und Ausdauer. Es ist ein Geschäftsaufbau.

Fazit: Deine Entscheidung, Deine Zukunft

Du stehst vor einer wunderbaren Wahl zwischen zwei potenziell erfüllenden Karrierewegen. Der klassische Direktvertrieb bietet Dir einen direkten, leistungsorientierten Weg als Verkaufsexperte. Der MLM Direktvertrieb oder das Network Marketing bietet Dir die Möglichkeit, nicht nur ein Einkommen, sondern auch ein Team und damit ein Vermächtnis aufzubauen.

Beide Modelle erfordern Leidenschaft, Disziplin und den Willen, sich ständig weiterzuentwickeln. Höre bei Deiner Entscheidung in Dich hinein: Bist Du der Pionier, der allein sein Territorium erobert? Oder bist Du der Architekt, der gemeinsam mit anderen ein beeindruckendes Gebäude errichtet?

Eines ist sicher: Wenn Du Deine Stärken kennst, ein Unternehmen mit exzellenten Produkten wählst und mit realistischen Erwartungen sowie einer positiven Einstellung startest, kannst Du in beiden Modellen außergewöhnlichen Erfolg und persönliche Zufriedenheit finden. Der beste nächste Schritt ist, tiefer zu recherchieren, mit Menschen aus beiden Bereichen zu sprechen und dann mutig den ersten Schritt in Deine neue Zukunft zu gehen. Ich glaube an Dich!

networker
 

Konnte bereits während seines BWL-Studiums, durch moderne Inbound-Marketing-Strategien, 483 Erstlinien sponsern und ein hauptberufliches Monatseinkommen im Network-Marketing über das Internet aufbauen. Mit mittlerweile über weit eintausend direkt gesponserten Vertriebspartnern zählt er zu einer der erfolgreichsten Rekrutierern der deutschen MLM-Branche.

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