Was ist eigentlich Spillover?

Im Multi-Level-Marketing gibt es viele Begriffe und Bezeichnungen mit denen man als Laie nichts anfangen kann. Heute wenden wir uns dem Begriff des Spillovers zu. Ich werde Dir schildern was Spillover ist und was er bedeutet und wo dieser möglich ist und auch anschließend meine eigene Meinung dazu schildern.

Hand auf’s Herz die meisten Networker sind keine unternehmerisch eingestellten Menschen sondern eher als Glücksritter unterwegs. Dies kann ich nach mehreren Jahren Erfahrung in dieser Branche eindeutig unterstreichen. Daher sind nach meiner Einschätzung auch weit über 90% für dieses Business komplett ungeeignet. Warum? Weil die meisten Leute weder bereit sind selbstständig Entscheidungen zu treffen, noch eigenverantwortlich in ihr Business zu investieren. Ergo: Der Misserfolg und Enttäuschung ist vorprogrammiert! Dies liegt allerdings nicht daran das MLM nicht funktionieren würde, sondern dass die meisten Leute einfach nicht die notwendigen charakterlichen Voraussetzungen mitbringen. Eine Grundvoraussetzung um im MLM und auch in jedem anderen Geschäft erfolgreich werden zu können fehlt also. Und gerade für diese Menschen weckt Spillover eine große Hoffnung, doch mehr dazu gleich.

Was bedeutet Spillover im MLM?

Umso mehr verlockend ist daher logischerweise gerade für diese weit über 90% – welche also nicht bereit sind wirklich im Network-Marketing aktiv zu werden, geschweige wie ein echter Geschäftsmann zu investieren – das Wort Spillover. Denn Spillover bedeutet einfach ausgedrückt nichts anders als, dass die Upline und alle anderen Partner oberhalb der Struktur/Orga das Business für andere Networker mit aufbauen. Streng formuliert, selbst der inaktive kann theoretisch Partner und Kunden untergesponsert bekommen, ohne etwas dafür zu tun. Soweit die Theorie.

Welche Vergütungspläne ermöglichen es zusätzlich durch  Spillover zu profitieren?

Doch kommen wir zuerst zu den Vergütungsplänen wo Spillover möglich ist. Es gibt exakt genau 2 Vergütungspläne wo es zusätzlich möglich ist durch die Aktivität der Upline zu profitieren. Dies ist zu einem der Binärvergütungsplan und zum anderen der Matrixvergütungsplan. Allerdings ist es nur bei einem Matrixvergütungsplan möglich theoretisch ganz ohne eigene Aktivität aus der Aktivität der Upline und dessen Struktur zu profitieren. Da hingegen bei einem Binärvergütungsplan „nur“ ein Bein unterstützt wird, d.h. das zweite Bein – generell als Payleg bezeichnet – muss selber aufgebaut werden.

Spillover – Fluch oder Segen?

Doch ist Spillover wirklich so ein großer Vorteil? Grundsätzlich ist ja nichts gegen zusätzliche Unterstützung einzuwenden – auch ich bin dafür -, doch haben all diese Konstruktionen wie immer auch Nachteile. Persönlich habe ich bspw. damals ebenso mit einem Binärvergütungsplan gearbeitet und so zusätzlich viele Partner motivieren können ebenso aktiv zu werden, da sie regelmäßig gesehen haben, dass ich neue Anbindungen generierte. Nicht wenige inaktive Partner riefen mich nach einigen Wochen mit den Worten an wie: „Matthias ich habe gerade mal in meinen Backoffice geschaut und gesehen, Du hast mir schon so viele Partner unter gesponsert. Nun sage mir doch endlich mal wie Du das machst. Ich will das jetzt auch umsetzen.“

Dies führt sogar anscheinend auch dazu das große Skeptiker und wandel mütige Menschen – heute hoch begeistert und morgen irritiert –  nochmal in der Praxis sehen/miterleben wie erfolgreich das Geschäft funktioniert.

In einem Matrixplan habe ich hingegen persönlich eine unglaublich hohe Passivität erlebt. Hier hatte ich das Gefühl, das viele erstmal nur abwarten und auf Spillover warten. Und da halt viele warten und dieser Plan vor allem ganz schwache oder/und inaktive/faule Leute anzieht, bricht das System wohl besonders schnell zusammen. Denn früher oder später nützt auch der wohl möglich aktivste Sponsor nichts, wenn immer mehr dazukommen welche sich lediglich zurück lehnen und so die Schwäche in der Struktur überhand nimmt.

Meine Meinung ist, das man als starker Sponsor in einem Binärvergütungsplan gut zusätzliche Motivation erzeugen kann. Denn die eigene Leistung und Vorbildfunktion spornt viele zusätzlich an es einem nach zu eifern. Und da man als Sponsor nur jeweils ein Bein seiner Partner mit aufbaut bleibt genügend Anreiz für die Partner aktiv zu bleiben/werden.

Von Spillover in einem Matrixvergütungsplan halte ich hingegen nicht so viel, denn dieser ist so ausgelegt, dass der Partner gar nichts tun braucht. Und da Menschen nun mal tendenziell zur Faulheit neigen, wird hier die Inaktivität in besonderer Art und Weise unterstützt und gefördert. Dieser Vergütungsplan zieht daher meiner Meinung nach besonders die weit über 90% der Networker an welche als Glücksritter statt als echte unternehmerisch denkende Leute agieren (siehe oben).

Bisher ist mir auch kein Unternehmen mit einem Matrixvergütungsplan bekannt welches außer eine kurzen Hypephase sich „langfristig“ am Markt positionieren konnte. Und natürlich ist mir auch kein Networker bekannt welcher lediglich durch Spillover die finanzielle Unabhängigkeit erreichen konnte.

Binärvergütungspläne hingegen haben schon nachweislich einige sehr erfolgreiche Networker kreiert und konnten sich bereits einige Jahre behaupten. Sind allerdings immer noch meiner Einschätzung nach zu jung um genauere Aussagen bezüglich der „Langfristigkeit“ treffen zu können. Denn sobald der Spillover ausbleibt könnte dies eventuell auch zu einer besonders starken Demotivation in der Struktur und somit Fluktuation führen. Um es deutlicher zu sagen, die Downline bekommt es direkt mit wenn das Geschäft nicht mehr so bei der Upline läuft und der Sponsor bspw. nicht mehr so erfolgreich Partner unterschiebt. So kann sprichwörtlich ein Dominostein nach dem anderen ins rollen kommen. Zudem ist der Sponsor ständig unter Druck und im Zugzwang, was allerdings natürlich auch ebenso als positiv angesehen werden kann.

Fazit zum Spillover: Grundsätzlich ist eine zusätzliche Unterstützung immer etwas positives. Zu große Unterstützung durch Spillover wie in einem Matrixvergütungsplan ist allerdings eher als höchst fragwürdig zu betrachten, da dieser Konstruktionsbedingt die Inaktivität ausufern lässt.

Bisher ist mir auch keine erfolgreiche Firma mit dieser Art von Vergütungsplan bekannt. Eigentlich logisch, schließlich ist und bleibt Network-Marketing ein Duplikationsgeschäft. Es geht darum die Duplikation voranzutreiben und zu fördern und nicht alles alleine zu machen. Da bei einem Matrixplan allerdings der Anreiz fehlt sich zu duplizieren, wird MLM mit diesem Plan wohl längerfristig nie funktionieren können.

Spillover in Binärvergütungsplänen scheint hingegen zumindest mittelfristig gut zu funktionieren. Viele Networker haben hier schon große Erfolge erzielt und sich zu den Topverdienern der Branche entwickelt. Unterstützung durch Upline ja, doch kein Verdienst für nur auf fauler Haut liegen ist in meinen Augen ein guter und weiser Kompromiss. Das Gleichgewicht zwischen Unterstützung, zusätzlicher Motivation und Anreiz im Verhältnis zur eigenen erforderlichen Aktivität bleibt erhalten.

Allerdings erreicht bekanntlich jedes Unternehmen früher oder später die Sättigungsphase, dies gilt auch im MLM, hier sehe ich dann das Risiko der Demotivation sobald der Spillover ausbleibt, was zu besonders hoher Fluktuation führen könnte. Da mir bisher kein Unternehmen bekannt es welches sich mit einem Binärvergütungsplan längerfristig – d.h. seit mindestens 10 Jahren – behaupten konnte, ist die „langfristige“ Funktionalität noch nicht nachweislich bewiesen worden. Persönlich würde ich in jedem Fall eher einen Binärvergütungsplan als einen Matrixvergütungsplan bevorzugen.

networker
 

Konnte bereits während seines BWL-Studiums, durch moderne Inbound-Marketing-Strategien, in 3 unterschiedlichen MLM-Systemen, jeweils ein hauptberufliches Monatseinkommen über das Internet aufbauen und 483 Erstlinien sponsern und zählte somit schon als Student zu einer der erfolgreichsten rekrutierern der MLM-Branche. Mittlerweile konnte er weit über eintausend Vertriebspartner direkt gewinnen und einen zweistelligen Millionenbetrag allein durch Eigenumsatz generieren. Das letzte Monopol ist gebrochen: Beim Marktführer Strom und Gas im Direktvertrieb/MLM - Made in Germany konnte er zusammen mit seinem Team bereits tausende Kunden gewinnen und eine vierstellige Vertriebsmannschaft aufbauen. Seine persönliche Zielsetzung: Über 2.000 Erstlinien - über 100.000 Vertriebspartner - und über 1 Million Kunden in den nächsten 10 Jahren. Das seine Kooperationsfirma mit aktuell circa 30.000 Neukunden im Monat und einen Jahresumsatz von mittlerweile über 120 Millionen Euro dafür perspektivisch die passende Grundlage bietet steht außer Frage. Ebenso seine persönliche Kompetenz als diplomierter Online-Marketing-Manager im Online-Marketing: Mehrerer seiner Teampartner und Kunden konnten mittlerweile durch seine vermittelten Strategien weit über 100 Erstlinien gewinnen - teilweise bereits im 1. Jahr. Einen Teil seiner MLM-Erfahrungen, sowie Tipps und Tricks zum Online-Marketing und Geld verdienen im Internet, veröffentlicht er hier im Blog sowie in seinem neuen Buch MLM-Marketing.

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