Multi-Level-Marketing-Kritik: Die 12 häufigsten Aussagen

Oft wird MLM kritisiert. Doch welche Multi-Level-Marketing-Kritik ist wirklich berechtigt und welche hingegen nicht? Die zwölf häufigsten Behauptungen gegen MLM, aus meinen eigenen Erfahrungen aus über zehn Jahren Network-Marketing und über eintausend aufgebauten Erstlinien.

Multi-Level-Marketing Kritik

1. Schneeballsystem

Um es gleich vorweg zu sagen, Multi-Level-Marketing ist 100% kein Schneeballsystem, denn ein Schneeballsystem ist eindeutig und klar gesetzlich geregelt illegal und funktioniert nicht „langfristig“, ganz im Gegensatz zu MLM. Auf die genauen Unterschiede im Vergleich Multi-Level-Marketing und Schneeballsystem gehe ich im folgenden Artikel ein: Was ist ein Schneeballsystem vs. seriöses Network-Marketing.

Allerdings gibt es leider auch extrem viele dubiose Schafe in der MLM-Branche, welche behaupten ein seriöses Multi-Level-Marketing System zu betreiben, obwohl sie in Wahrheit ein (verstecktes) Schneeballsystem als Vertriebsform oder ein Ponzymodell nutzen.

MLM hat zwar in vielen Bereichen Ähnlichkeiten mit dem illegalen Schneeballsystem und mag für einen Laien auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden sein, doch im Detail gibt es gravierende Unterschiede. Um dies zu verstehen, muss man allerdings auch erst bereit sein, sich selber damit zu beschäftigen. Die meisten Menschen hingegen sind wohl auch einfach voreingenommen oder schlicht nicht ernsthaft an der Vertriebsform Multi-Level-Marketing interessiert, sodass sie es nach dem Motto „Ah, das ist doch wieder eines dieser typischen Pyramidenspiele“ abtun.

Die gute Nachricht, Du musst bei solchen Aussagen längst nicht mehr verzweifeln. Wenn jemand ernsthaft interessiert ist, sage zum Beispiel: „Ja, auf den ersten Blick schaut es tatsächlich aus wie ein verbotenes Schneeballsystem. Im Detail hingegen ist es eine legale Vertriebsform, welche sogar u.a. auf der Uni Worm von Dr. Zacharias gelehrt wird.“ Zudem könntest Du sagen: „Wusstest Du schon, dass Multi-Level-Marketing mehr Umsatz erzielt als die weltweite Filmindustrie, einschließlich Hollywood? Wusstest Du, dass es weltweit Millionen unabhängige Vertriebspartner gibt, welche dank MLM ein attraktives Zusatzeinkommen erzielen?

Wenn Du sogar erfolgreiche Networker in Deinem Umfeld kennst, könntest Du zum Beispiel sagen: „Klaus, mein Nachbar, verdient damit zusätzlich bereits seit mehr als zehn Jahren ein paar tausend Euro Extraeinkommen im Jahr und hat zudem darüber viele interessante Leute kennengelernt“ oder etwas Ähnliches.

Übrigens, gibt es mittlerweile auch zahlreiche hilfreiche Lektüren zum Thema, wie zum Beispiel das MLM Buch: „MLM Marketing – Alles was Du über MLM Systeme und Network-Marketing Firmen wissen musst, um Dir endlich eine erfolgreiche Geldmaschine im Strukturvertrieb aufzubauen.“

2. Im Multi-Level-Marketing verdienen nur die da oben

Schauen wir uns zu dieser Aussage doch erstmal eine klassische Unternehmensstruktur an: Wer verdient dort das meiste Geld? Genau, ganz oben an der Spitze sind es zum Beispiel die Manager und ganz unten beispielsweise die Reinigungskräfte.

Auch bei nicht zivilen Einrichtungen, wie dem Militär, sieht es nicht anders aus. Ganz oben an der Spitze sind es u.a. die Generäle und ganz unten die Gefreiten. In meiner damaligen Dienstzeit bei der Bundeswehr habe ich es zum Beispiel nicht weiter als bis zum Hauptgefreiten gebracht.

Und wer erzielt beim Militär und in der klassischen Wirtschaft generell die höchsten Einkommen? Genau, die ganz oben an der Spitze. So verdienen Manager von DAX-Konzernen im Schnitt 38 x so viel wie der durchschnittliche Angestellte.

Zwischenfazit, wäre also die Multi-Level-Marketing-Kritik berechtigt, wenn es im MLM genauso ablaufen würde wie in der klassischen Wirtschaft und wie beim Militär? Nein.

Doch die Wahrheit ist, Network-Marketing bietet eine nahezu einzigartige Fairness und Flexibilität in der Karriere an, wie sie woanders generell, wie wir zuvor gesehen haben, eben nicht möglich ist. Denn im Strukturvertrieb entscheidet nicht eine Position über Dein Einkommen, sondern Deine (Team)-Leistung.

So kommt es, dass im MLM oft eben nicht automatisch diejenigen das meiste Geld verdienen, die es ganz nach oben an die Karriereposition geschafft haben, sondern sich einige Stufen darunter befinden. Teilweise ist es sogar so, dass die Top-Verdiener im Mittelfeld der Karriere platziert sind.

Doch wie kann das sein, was sonst beim Militär und in der klassischen Wirtschaft generell nicht möglich ist? Nun, wer zum Beispiel mehr direkt Produkte an Kunden vermittelt, erhält allgemein viel höhere Abschlussprovisionen als Differenzprovisionen. So verdienen bei meinem MLM-Kooperationspartner die besten im Direktvertrieb über 20.000 Euro im Monat.

Auch einige Vertriebspartner, welche sich erst auf den mittleren Positionen befinden, verdienen manchmal weit fünfstellig im Direktvertrieb, während andere in der Karriereleiter zwar schon weiter sind, aber oftmals wesentlich weniger erzielen, eben weil sie zum Beispiel weniger Eigenumsatz generieren oder/und vielleicht sogar sich rein auf den Vertriebsaufbau konzentrieren oder lediglich als Tippgeben bzgl. der Geschäftsgelegenheit agieren.

Ebenso verdienen viele im Multi-Level-Marketing mehr als diejenigen weiter oben in der Karriere, weil sie zum Beispiel mehr Erstlinien aufgebaut haben oder/und besser ihre Vertriebspartner ausbilden. Wer mehr direkte Linien aufbaut, erzielt wiederum im Durchschnitt wesentlich höhere Differenzprovisionen, als hingegen jemand, der nur wenige Linien besitzt. Zumindest bei dem gängigsten und erfolgreichsten Vergütungsplan der Network-Marketing-Branche, dem Breakawayvergütungsplan.

Beispiel dazu:

  1. Ein Landesdirektor generiert im MLM-Unternehmen im Monat: 1.000 Abschlüsse
  2. Ein Orgaleiter generiert im MLM-Unternehmen im Monat: 200 Abschlüsse

Verdient der Landesdirektor somit auch automatisch das meiste Geld?

Nein, nicht unbedingt. Wenn zum Beispiel der Landesdirektor lediglich zwei aktive Vertriebspartner aufgebaut hat und diese zum Beispiel jeweils nur eine Position von ihm entfernt sind, so dass er angenommen nur im Schnitt 5 Euro an Differenzprovisionen erzielt, dann wären dies 5.000 €.

Wenn hingegen der Orgaleiter zum Beispiel im Durchschnitt 40 Euro auf seine Linien an Differenzprovisionen erzielt, weil er zum Beispiel dutzende aktive Linien aufgebaut hat, sind dies bei 200 Abschlüssen 8.000 Euro. Schon so also in diesem Beispiel 3.000 Euro mehr Verdienst als der Landesdirektor!

Wenn dann dieser Orgaleiter vielleicht sogar noch zusätzlich im Direktvertrieb agiert und zum Beispiel 50 Kundenempfehlungen x 100 Euro erzielt, dann sind es insgesamt 5.000 Euro Direktprovisionen + 8.000 Euro Teamprovisionen = 13.000 Euro. Der Orgaleiter würde also in diesem Beispiel, obwohl er sich nicht einmal auf der Mitte der Karriereleiter befindet, fast dreimal so viel verdienen wie der Landesdirektor. Wo sonst ist dies woanders in der freien Wirtschaft möglich, das untere Karrieren mehr verdienen können?

Wie Du also siehst, im Multi-Level-Marketing wird vor allem nach Leistung bezahlt und nicht nach einer einmalig erreichten Position. Dementsprechend ist auch diese Aussage, im Multi-Level-Marketing verdienen angeblich nur die ganz oben, absolut falsch. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Doch auch der Karriereaufstieg lohnt sich natürlich im Network-Marketing, denn je fleißiger jemand im MLM ist und je mehr Leistung er bringt, umso mehr kann er zusätzlich durch das Erreichen weiterer Positionen profitieren, denn zu einem sind dadurch wachsende Differenzprovisionen möglich, Abschlussprovisionen und oft auch steigende Boni, wie zum Beispiel Matchingbonus, Weltumsatzbeteiligung usw..

3. Im Multi-Level-Marketing ruiniert man seinen Freundes- und Bekanntenkreis

Wenn Du unseriöse Produkte verkaufst oder Dein Umfeld dazu nötigen willst etwas zu kaufen, ohne zuvor den Bedarf zu ermitteln, dann kann es durchaus schädigend für Deine Beziehungen sein.

Auch wenn Du versuchst Dein Umfeld wie ein Prediger davon zu überzeugen wie gut doch MLM sei und dass sie unbedingt bei Dir einsteigen sollen, wird dies sicherlich nicht auf Gegenliebe stoßen.

Leider gibt es viele Menschen, welche Multi-Level-Marketing quasi aus der Verzweiflung heraus als ultimative Chance sehen, ihre eigene Einkommenssituation zu verbessern und zugleich selten Erfahrungen im Marketing mitbringen, sodass sie nur die Möglichkeit in ihrem direkten Umfeld sehen, Kunden oder/und Vertriebspartner zu gewinnen.

Verstehe mich bitte nicht falsch, es ist grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden und sogar allgemein zu empfehlen andere darüber in Kenntnis zu setzen, dass Du zum Beispiel als Versicherungsmakler tätig bist und besondere Konditionen anbieten kannst oder als Energieberater und auf exklusive Tarife zurückgreifen kannst etc.. Du würdest doch sicherlich auch, wenn Du zum Beispiel erfolgreich ein Jurastudium abgeschlossen hättest, zuerst Deinem direkten Umfeld erzählen, dass Du beispielsweise im Bereich Verkehrsrecht helfen und unterstützen kannst. Nicht wahr? Ebenso legitim ist es und sollte es selbstverständlich sein, Dich nicht vor Deiner Multi-Level-Marketingtätigkeit zu verstecken.

Zumindest dann, wenn es sich um ein seriöses etabliertes MLM handelt, wo also das Produkt im Vordergrund steht. Denn aus irgendeinem Grund wird ja Dein Partnerkonzern „langfristig“ erfolgreich geworden sein, also weil Dein Multi-Level-Marketing zum Beispiel über besonders qualitative oder einzigartige Produkte verfügt.

Dennoch, allein abhängig sein, solltest Du von Deinem direkten Umfeld natürlich nicht. Auch Rechtsanwälte tätigen in der Regel früher oder später Werbung, indem sie zum Beispiel regelmäßig Annoncen in der Zeitung schalten oder im Internet aktiv sind. Ebenso sollte es für Dich Routine werden, im MLM regelmäßig auf Deine Dienstleistung aufmerksam zu machen, Dich also ernsthaft mit dem Thema Marketing zu beschäftigen.

Nicht umsonst heißt es ja Multi-Level-Marketing, man solle also schon eine gewisse Affinität und Leidenschaft zur Werbung mitbringen.

Hinweis: Gerade zu Beginn kann es generell hilfreich sein, wenn man seine ersten Kunden und vielleicht auch Vertriebspartner aus dem näheren Umfeld gewinnt, um aus diesen ersten Provisionen wiederum einen Teil ins Marketing zu reinvestieren. Natürlich geht es grundsätzlich auch ganz ohne seine Freunde und Bekannten, so habe ich selber in meinem Team aus mittlerweile mehreren tausend Vertriebspartnern und Kunden nicht einen einzigen Partner aus meinem direkten Umfeld gewonnen. Ebenso gilt, mit etwas Glück kann sogar allein aus der persönlichen Umgebung ein stabiles und nachhaltiges Geschäft aufgebaut werden. Idealerweise kombiniert man also beides, um die Erfolgswahrscheinlichkeit maximal auszureizen.

4. Im Multi-Level-Marketing muss man für Erfolg von Beginn an dabei sein

Natürlich sind bei einem jungen MLM-Unternehmen die Wachstumschancen generell höher als bei einem bereits reiferen MLM-Unternehmen. Dies gilt nicht nur speziell im Multi-Level-Marketing, sondern auch bei jeder anderen klassischen Firma.

Allerdings, was dabei oft übersehen wird, auch das Risiko ist höher und dies im Verhältnis vielfach zu den möglichen höheren prozentualen Wachstumschancen. Bedeutet, ein junges Unternehmen hat ein so extrem hohes Risiko zu scheitern, dass die Chancen nicht im Gleichgewicht stehen, geschweige höher wären als die Risiken.

Die gute Nachricht, Du brauchst auch gar nicht Versuchskaninchen im MLM zu sein. Wähle einfach ein Multi-Level-Marketing-Unternehmen, dass die bereits allgemein kritischste Phase der ersten fünf Jahre überstanden hat.

Schaue Dir dazu am besten genau die Bilanz des Unternehmens an. Wie hat sich zum Beispiel die Fremdkapitalquote entwickelt, wie die Gewinnmarge. Wenn die Firma gleichzeitig immer noch im hohen zweistelligen Bereich wächst, könnte es sich lohnen hier im Network-Marketing einzusteigen.

Lerne auch dabei von den Erfolgreichen. Die meisten Networker, selbst die extrem Erfolgreichen, wie zum Beispiel ein Rolf Kipp, waren nicht von Beginn an dabei, sondern erst viele Jahre später. Auch in meinem MLM-Unternehmen sind die Erfolgreichsten oft erst zehn oder gar zwanzig Jahre später eingestiegen.

Selbst einer der reichsten Menschen der Welt, Warren Buffett, ist nur selten von Beginn an dabei. So ist er zum Beispiel erst seit wenigen Jahren bei Amazon und Apple investiert, dennoch ist Apple mit circa 40 Prozent im Portfolio mit Abstand seine größte Position.

Viel wichtiger also als Wachstum ist Stabilität!

Dazu passt die Wichtigste Regel Nr. 1 von Warren Buffett: „Nicht zu verlieren.“

Es gibt auch in der klassischen Wirtschaft viele Beispiele von Unternehmen welche seit Jahrzehnten stabil zweistellig wachsen, wie zum Beispiel: Amazon, Mastercard, Visa, Meta, Alphabet, Apple, LVMH, Microsoft, SolarEdge, Solaria Energia y Medio Ambiente SA, BYD, Super Micro Computer, AMD, Nemetschek, Nova, Evolution AB, Jinko Solar, Sany, Nvidia, Tesla usw.. Die Liste ließe sich beliebig fortführen. Genauso ein Unternehmen, welches kontinuierlich weiter stark wächst und stabile Gewinne generiert, solltest Du Dir im Multi-Level-Marketing aussuchen.

Die obige Multi-Level-Marketing-Kritik ist also auch hier nicht richtig. Zwar gilt natürlich auch im MLM, wie an der Börse, rückblickend gesehen wäre man gerne bereits von Anfang an dabei gewesen, doch in der Praxis wäre das Risiko viel zu groß gewesen. Besser erst frühstens nach fünf Jahren für ein MLM-Unternehmen entscheiden und dann steht dem Wachstum auch ein vernünftiges Chancengleichgewicht gegenüber.

Übrigens, selbst wer erst nach Jahrzehnten im MLM einsteigt, kann nicht nur erfolgreich werden, sondern sogar immer noch durchaus einer der erfolgreichsten Vertriebspartner werden, gerade deshalb, weil (siehe Punkt 2.), man nicht zwingend die meisten Vertriebspartner oder höchste Karrierestufe benötigt, um, einkommenstechnisch gesehen, einer der Besten zu werden.

Einer meiner größten Fehler im Network-Marketing war übrigens zu Beginn mich für ein zu junges MLM-Unternehmen entschieden zu haben, denn diese waren mehrmals wieder genauso schnell verschwunden wie sie gekommen sind. Zwar hatte ich relativ schnell gute Nebeneinnahmen erzielt, doch dasselbe Tempo galt leider auch für das Verschwinden dieser Einnahmen.

Lieber stabil etwas geringere Einnahmen aber dauerhaft und „langfristig“ wachsend statt höhere Einnahmen, die nicht nachhaltig sind.

5. Multi-Level-Marketing ist unethisch

Ist diese Multi-Level-Marketing-Kritik wirklich berechtigt, ist MLM ein unethisches Geschäft?

Bevor wir uns mit der Antwort auf diese Frage beschäftigen, schauen wir uns zuerst Industrien an, wie zum Beispiel die Zigarettenindustrie oder die Waffenindustrie. Sind dies ethisch saubere Geschäfte? Kann man solche Dinge mit gutem Gewissen und Wissen vermarkten?

Weitere Beispiele gefällig? Wie sieht es mit der Hollywood- und Musikindustrie aus? Denken wir nur an die Berichte von u.a. Harvey Weinstein. Oder wie sieht es in der Musikindustrie aus? Denken wir hier nur an zum Beispiel die Vorwürfe, wie einige Frontsänger für ihre Groupies After-Show-Party veranstalten. Dieses Vertrauen und Respekt teilweise ausnutzen, um beispielsweise K.-o.-Tropfen oder andere Drogen ungefragt bei ihren Fans ins Glas zu verabreichen.

Doch wie schaut es im Network-Marketing aus? Was soll in einem seriösen MLM-Unternehmen und bei zugleich erstklassigen Produkten unethisch sein? Vielleicht die Art und Weise der Vermarktung? Welche Werbung ist denn besser, die typische nervige Unterbrecherwerbung im TV, Radio und Co oder eine gute Empfehlung oder hilfreicher Hinweis einer Vertrauensperson? Wer bekommt denn zum Beispiel nicht gerne von seinem besten Freund eine gute Empfehlung zu einem topp Kinofilm oder Restaurant?

Zudem werben viele moderne Networker für ihre Produkte oft im Social-Media oder über ihren Blog, indem sie hilfreiche Unterstützung zu Problemen ihrer Zielgruppe anbieten. Mir persönlich ist diese Art der Vermarktung in jedem Fall viel angenehmer als klassischer Puschwerbung ausgesetzt zu sein.

Natürlich gibt es wohlgemerkt auch schwarze Schafe im MLM, sowohl was die Unternehmen betrifft als auch einzelne Vertriebspartner. Doch dies hat dann nichts mit Multi-Level-Marketing als solches zu tun.

Viel eher noch ist Network-Marketing eines der ethischsten Geschäfte überhaupt. Warum? Weil zum Beispiel die Leute zusammenarbeiten statt gegeneinander – wie es oft bei klassischen Unternehmen leider der Fall ist, wo jeder Angst um seinen Job hat oder davor seine Position zu verlieren. Denn im Network-Marketing wird man am Erfolg der anderen beteiligt, sodass man bereitwillig Wissen und Erfahrungen weitergibt und Erfolge des anderen nicht beneidet, sondern sich mitfreut.

Zudem gibt es quasi unbegrenzt viele verfügbare Karrierepositionen. Während bei gewöhnlichen Unternehmen oft lediglich eine Person ganz nach oben an die Spitze kann, zum Beispiel lediglich der DAX-Vorstand, sind im Multi-Level-Marketing keine Einschränkungen vorhanden. Wo sonst sind so viele Entwicklungsmöglichkeiten und Fairness bei der Karriereentwicklung wie im MLM möglich?

Im MLM kann man sich nicht irgendwie in der Karriere hoch tricksen oder durch Vitamin B nach oben kommen oder dank Vetternwirtschaft oder Korruption, sondern allein die Leistung zählt! Absolut außergewöhnlich.

Während klassische Unternehmen oft viel Geld für Werbung aufwenden, welche uns oftmals nervt, sparen sich MLM-Unternehmen dieses Budget ein und zahlen stattdessen für jede erfolgreiche Vermittlung einen Teil des Produktumsatzes an den Vermittler und an das gesamte Empfehlungsnetzwerk aus. Was ist also das ethischere Modell?

Meiner Meinung nach ist der Strukturvertrieb eines der ethischsten Geschäftsmodelle überhaupt, sofern natürlich die Produkte qualitativ okay und preislich angemessen sind, die Vertriebspartner mit sauberen Methoden arbeiten und nicht zuletzt der Vergütungsplan fair kalkuliert ist.

6. Geringe langfristige Stabilität & geringe Einkommensstabilität

Die Einkommen von MLM-Teilnehmern können in der Tat starken Schwankungen unterliegen, da sie von Faktoren abhängen, die häufig außerhalb der eigenen Kontrolle liegen, wie z.B. von den Aktivitäten der eigenen Downline oder von Veränderungen in den Vertriebsregeln und dem Vergütungsplan.

Gerade zu Beginn des Geschäftsaufbaus können die Einnahmen hochvolatil sein, da die Umsätze dann noch in der Regel aus nur wenigen Kunden und Vertriebspartnern resultieren.

Ebenso können wirtschaftliche Veränderungen, politische und sogar biologische Risiken Einfluss auf die Ergebnisse nehmen. Denken wir nur an die letzten Jahre, wie u.a. Finanzkrise, Pandemie, Krieg in Europa, Inflation, Lieferschwierigkeiten usw..

Dennoch sehe ich diese Multi-Level-Marketing-Kritik unberechtigt. Warum? Weil Multi-Level-Marketing nun mal ein Geschäft ist und erst durch diese Tatsache sind überhaupt im Gegensatz zu einem klassischen Angestelltenverhältnis vergleichsweise hohe Stundenlöhne möglich.

Wer also Sicherheiten sucht, sollte nicht in eine Selbstständigkeit agieren, sondern zum Beispiel lieber eine Beamtenposition anstreben oder im öffentlichen Dienst arbeiten. Denn ein festes Gehalt kann eine Selbstständigkeit nie bieten, sondern eine Gewinnbeteiligung, welche je nach Erfolg nach oben steigt oder eben sinkt.

Zudem betreiben die meisten Networker ihr Business lediglich nebenberuflich und flexibel je nach Lust und Laune. So habe ich zum Beispiel Vertriebspartner im Team, welche von einigen hundert Euro im Monat bis zu mehrere tausend Euro pro Monat dazuverdienen. Ich habe auch Teampartner welche manchmal in einem Monat richtig Gas geben und zum Beispiel im Direktvertrieb durchziehen und vierstellig verdienen, weil sie zum Beispiel ihren Urlaub finanzieren wollen oder auf ein neues Auto sparen und in anderen Monaten so gut wie gar nichts machen, weil sie zum Beispiel beruflich stark eingespannt sind oder in der Saison verstärkt ihren eigenen Hobbys nachgehen.

Also ja, MLM kann gerade zu Beginn, wie jedes andere Business auch, eine hohe Volatilität haben, doch generell steigt die Stabilität mit der Zeit, weil immer mehr Kunden und Vertriebspartner aufgebaut werden, so dass zum Beispiel Ausfälle und Schwankungen von Kunden von anderen Kunden ersetzt werden.

Auch die oft getätigte Multi-Level-Marketing-Kritik, das Modell sei langfristig nicht stabil, ist nicht korrekt, denn viele MLM-Unternehmen gibt es schon seit etlichen Jahrzehnten, denken wir nur an zum Beispiel Firmen im Network-Marketing wie Amway, Herbalife, Forever Living Products, LR Health & Beauty, OVB, DVAG, Lifeplus.

Ebenso verdienen viele Networker bei diesen Unternehmen seit teilweise vielen Jahrzehnten relativ stabile Einnahmen, denn sie haben ja an diesen Firmen eine Art aktive Unternehmensbeteiligung.

Dem nicht genug, während ein klassischer Angestellter mit der Rente sinkende Einnahmen zu beklagen hat, verdienen Networker generell auch noch weit über die Rente hinaus.

Von der Möglichkeit der Vererbung des Passiven Einkommens ganz zu schweigen.

7.  Verdeckte Kosten

Neben den offensichtlichen Startkosten können angeblich versteckte Kosten wie monatliche Gebühren für Schulungsmaterialien, Websites oder andere notwendige Ressourcen anfallen. Stimmt das?

Ja, es gibt in der Tat viele MLM-Unternehmen, welche bei Websites, Schulungen und sogar Veranstaltungen teils drastisch zulangen. Doch dies ist nicht bei allen Network-Marketing-Firmen so.

Bei uns zum Beispiel sind sowohl die Webseiten absolut kostenfrei, als auch die Schulungen und Veranstaltungen. Selbst das Büfett ist bei uns gratis. Ganz im Gegenteil, wir haben zum Beispiel in diesem Jahr ein Sommerevent, wo u.a. Minigolf, Kletterpark, Skifahren, Rodeln, Skibike-Rennen fahren, Eisstockschießen, Laser-Shooting, Tauziehen, Tandemski Rennen & Rodel Rennen, exklusiv den Umgang mit einem 220 PS starken Pistenbully lernen und vieles mehr im Wert von mehreren hundert Euro für alle Vertriebspartner und Gäste absolut kostenfrei ist inkl. die Abendveranstaltung und den alkoholischen Getränken.

Frage also, noch bevor Du Dich für ein MLM-Unternehmen entscheidest, welche weitere Kosten auf Dich zukommen.

Eine seriöse Firma und Vertriebspartner wird Dir darauf eine ehrliche Antwort geben.

Solltest Du dann doch später merken, dass Dir nicht alles ehrlich und offen gesagt wurde, würde ich überlegen, ob dies für Dich wirklich ein verlässlicher Kooperationspartner ist, wenn Kosten bewusst verschwiegen werden.

Dass hingegen für den Aufbau eines Multi-Level-Marketing-Geschäfts weitere Kosten entstehen, wie zum Beispiel für Marketing und ggf. eigene Software, sofern man professionell im Internet agieren möchte, sollte jedem unternehmerisch denken Mensch, mit auch nur halbwegs gesundem Menschenverstand, bewusst sein.

Wer nicht bereit ist, in sein Business zu investieren, sollte sich auch selbstkritisch hinterfragen, ob er nicht etwas von MLM erwartet, was er hier niemals finden kann, denn ganz ohne Investitionen geht, auch in der nebenberuflichen Selbstständigkeit Strukturvertrieb, generell nicht viel. Ich vergleiche es gerne mit der passiven Unternehmensbeteiligung in Aktien, auch dort kann nur derjenige Dividenden aufbauen, der bereit ist zu investieren oder vergleiche es mit Immobilien und Mieteinkünften, auch dort kann nur später derjenige nehmen, der erst bereit ist zu geben.

Zwar musst Du im MLM nicht einmal ansatzweise so viel investieren, um zum Beispiel nebenberuflich im Monat ein paar hundert Euro dazuzuverdienen, doch ganz ohne geht es eben allgemein auch nicht.

Vor allem nicht, wenn Du ernsthaft online Kunden und Vertriebsparter gewinnen möchtest, wirst Du kaum unter einen monatlichen dreistelligen Betrag herumkommen.

8. Verlust von Zeit und Energie

Oft wird Multi-Level-Marketing-Kritik geäußert, indem behauptet wird, dass viele Teilnehmer beträchtliche Mengen an Zeit und Energie in ihr MLM-Geschäft investieren, um festzustellen, dass die erzielten Einkommen nicht im Verhältnis zum Aufwand stehen. Ist das wahr?

Nun, ganz klar, muss man sagen, dass dies durchaus passieren kann. Warum? Weil auch hier einem wieder bewusst werden muss, dass Network-Marketing eine Geschäftstätigkeit ist, also es damit sowohl nach oben als auch nach unten keine Einkommensgarantien geben kann, geschweige auch nur jemals den Break-even zu erreichen.

Gerade zu Beginn der Geschäftstätigkeit wird das MLM eher nicht einen angemessenen Stundenlohn bieten können, wenn sich das Business noch in der Anlaufphase befindet und noch keine Gewinne generiert.

Manche Vertriebspartner, die lange genug durchhalten und natürlich auch immer ein bisschen mit dem berüchtigten Quäntchen Glück, verdienen aber dafür später oft einen Stundenlohn, der in der freien Wirtschaft nur schwer vorstellbar ist.

Einige Vertriebspartner investieren später sogar so gut wie gar keine Zeit mehr in ihr Multi-Level-Marketing-Business und erzielen ein komplett zeitunabhängiges Passives Einkommen.

Dem nicht genug, kann ein Network-Marketing-Geschäft sogar selbst noch mit der Rente weitergeführt und sogar nach dem eigenen Ableben über Generationen weitergegeben werden. Vergleichen wir dies mit dem normalen Lohn in einer abhängigen klassischen Beschäftigung, werden die „langfristigen“ Vorteile also umso mehr deutlich und warum es sich daher besonders im MLM „langfristig“ extrem auszahlen kann erst einmal viel Geduld und Durchhaltevermögen mitzubringen und viel Zeit und Energie zu investieren.

Dennoch gilt, Erfolg versprechen kann im Business niemand, auch nicht im MLM oder an der Börse. Dafür sind aber eben auch „langfristig“ umso mehr finanzielle Entwicklung und Vorteile möglich.

Mein Tipp: Betreibe Dein MLM immer nur nebenberuflich und investiere in der Woche so viel Zeit wie Du kannst, ohne Dich dabei zu überfordern. Sobald es gut läuft, wechsel gerne später ganz entspannt in Teilzeit.

Erst wenn Du mindestens doppelt so viel verdienst wie vorher in Deinem Angestelltenverhältnis oder besser noch zusätzlich zum Beispiel durch ein zweites Einkommen in Immobilien oder Dividenden abgesichert bist, wechsel in die Selbstständigkeit. Vorher ist es einfach zu riskant.

Doch natürlich kannst Du auch Deinen Beruf einfach beibehalten und zum Beispiel 15 Stunden in Teilzeit arbeiten und 20 Stunden für Dein Multi-Level-Marketing investieren.

9. Geringe Erfolgswahrscheinlichkeit

Auch diese Multi-Level-Marketing-Kritik habe ich schon öfter gehört. Und um es gleich ganz offen zu sagen, ja, die Quoten sind sowohl was erfolgreiche MLM-Unternehmen betrifft, wie auch erfolgreiche Vertriebspartner bei wohl weit über 90 Prozent Misserfolg. Doch ist das wirklich so schlecht, wie es auf den ersten Blick für einen Laien erscheint?

Nun, wenn man aus der Betriebswirtschaftslehre kommt – meine Wenigkeit ist ja u.a. diplomierter Betriebswirt – dann weiß man natürlich, dass von Start-ups weit über 90 Prozent scheitern. Dies ist also bei allen Unternehmen so und hat nicht speziell etwas mit Multi-Level-Marketing zu tun.

Ebenso ist quasi jeder Vertriebspartner eine Art Start-up, nur dass die Erfolgswahrscheinlichkeit durch das bewährte Geschäftskonzept wohl allgemein viel höher ist, als wenn jemand versuchen würde aus eigener Kraft ein komplett neues Unternehmen und Geschäftsidee zu starten.

Das Problem ist dabei allerdings, eben weil im Network-Marketing der Einstieg so extrem einfach ist und keine oder keine großen Investitionen erfordert, fällt es genauso einfach wieder ebenso schnell aufzuhören.

Wenn jemand hingegen ein Franchise für mehrere Hunderttausende Euro eröffnet, wie zum Beispiel, wenn man sich die McDonalds Franchise Kosten betrachtet und dabei generell auch noch einen gewaltigen Kredit am Laufen hat, denkst Du, jemand würde dort ebenso schnell bei den kleinsten Schwierigkeiten oder Herausforderungen die Segel streichen? Genau, natürlich nicht.

Zudem, Personen, welche ein Franchise eröffnen und abertausende investieren, werden bereits vorher sehr gut darüber nachgedacht haben, was auf sie zukommt und schon eine relativ realistische Vorstellung und Erwartungshaltung haben. Im MLM hingegen entscheiden wohl die meisten aus der Emotion heraus, spontan und weil ihnen vielleicht jemand die Einkommensmöglichkeiten aufgezeigt hat.

Das verbunden mit einem kostenfreien oder nahezu kostenfreien Einstieg sind natürlich extrem geringe Eintrittsbarrieren, sodass es nicht verwunderlich ist, dass sowohl die Ernsthaftigkeit als auch die Vorstellungen und Bereitschaft für das eigene Multi-Level-Marketing Geschäft bei den meisten Neueinsteigern, sagen wir mal, dezent formuliert, nicht kompatibel sind, um in diesem Business realistisch gesehen erfolgreich werden zu können.

Viel eher ist es so, dass Multi-Level-Marketing eben gerade wegen den geringen Voraussetzungen vor allem überwiegend Glücksritter anzieht und Menschen, die keine Erfahrungen im Marketing oder/und Vertrieb mitbringen.

Da dann noch viele nicht bereit sind, sich das nötige Handwerkszeug anzueignen und es tatsächlich sogar nur die Wenigsten schaffen, ihren Allerwertesten in die Schulungen zu bringen, nicht einmal auf kostenlose Onlineseminare, wie verwunderlich ist es dann, dass über 90 Prozent keine Erfolge generieren?

Die geringe Erfolgswahrscheinlichkeit liegt also, nach meinen Erfahrungen, meisten eindeutig bei den Leuten selber und nicht daran, dass das MLM-System vermeintlich nicht funktionieren würde.

Wenn zum Beispiel weit über 90 Prozent der Networker meinen es nicht nötig zu haben wenigstens einmal in der Woche eine Stunde das regelmäßige wichtige Teamwebinar zu besuchen, wie können sich dann diese Personen über mangelnden Erfolg wundern? Das Investition in Wissen die höchste Rendite bringt, sollte eigentlich jedem bekannt sein, besonders in einem Rohstoffarmen Land wie Deutschland, welches seinen Wohlstand über den Intellekt aufgebaut hat.

Oder wie sagt man passenderweise auch: Meistens gilt: „Gewonnen und verloren wird zwischen den Ohren.“

10. Hype und Manipulation

Kritisiert wird auch immer mal wieder, dass einige MLM-Unternehmen irreführende Werbematerialien und Taktiken verwenden, um den Eindruck zu erwecken, dass hohe Einkommen leicht erreichbar sind. Dies könnte Menschen dazu verleiten, sich anzumelden, ohne die tatsächlichen Herausforderungen zu verstehen.

Stimmt diese Multi-Level-Marketing-Kritik? Die Antwort ist: Ja, es gibt auch im MLM leider einige schwarze Schafe, sowohl von Vertriebspartnern als auch von Unternehmen, welche zum Beispiel lediglich überzogene Einkommensmöglichkeiten präsentieren und dabei zugleich überhaupt nicht auf die Herausforderungen eingehen.

Allerdings wäre es genauso unlogisch, wenn nicht die Einkommensmöglichkeiten dargelegt werden. Denn dies ist auch in der klassischen Wirtschaft gang und gäbe. Wer sich zum Beispiel für die Laufbahn als Pilot bei der Lufthansa interessiert, wurde noch bis vor einiger Zeit auf der Karriereseite mit Angaben von Einkommen von mehreren hunderttausend Euro im Jahr erschlagen. Ist dies seriös? Klar, einige Piloten bei der Lufthansa werden es bis an die Spitze der Karriereleiter schaffen, doch wie viel Prozent sind es auch tatsächlich in der Realität?

Ähnliches finden wir bei vielen anderen Branchen vor, welche versuchen, um Mitarbeiter zu werben, selbst auf vielen Stellen beim Staat, wie zum Beispiel bei der Bundeswehr oder der Polizei wird vollmundig über die Einkommensmöglichkeiten kommuniziert, ohne dabei angemessen auf die Herausforderungen einzugehen.

Denken wir in diesem Zusammenhang zum Beispiel an die zahlreichen Bundeswehrsoldaten, welche häufig mit hohen Gehältern ins Ausland gelockt werden, um psychisch und nicht selten körperlich geschädigt wieder zurückzukommen, manche mussten sogar dieses Abenteuer mit sprichwörtlich Leib und Leben bezahlen.

Natürlich rechtfertigt dies noch lange nicht, dass deshalb auch im Multi-Level-Marketing oft gehypt und manipuliert wird und auch mir gefällt es nicht, dass viel zu oft übertrieben wird und komplett überzogene Superlative verwendet werden. Denken wir nur daran, wie oft Provisionseinnahmen und das Zeigen von Einkommenschecks, besonders in den USA, zelebriert und quasi schon wie eine Art Ritual vollführt wird.

Ehrlich gesagt biedert mich dies sogar an und ich finde es zugleich irgendwie ziemlich peinlich, wenn es Leute nötig haben und auch Firmen, sich so darzustellen. Dabei gibt es doch so viele andere gute Gründe sein „Warum“ im Multi-Level-Marketing zu finden, statt nur „langfristig“ überdurchschnittliche Gewinne (nebenberuflich) generieren zu können.

Wir zeigen zum Beispiel bei Auszeichnungen und Ehrungen von Vertriebspartnern generell immer nur die Leistung, also zum Beispiel die eigenen Abschlüsse oder die mit der gesamten Vertriebsmannschaft. Jeder kann dann selbst ausrechnen, wen es interessiert, was in etwa möglich ist, denn die Provisionen und der Vergütungsplan ist schließlich jedem Vertriebspartner frei und transparent zugänglich.

Auch viele unabhängige Vertriebler übertreiben es oft. Indem sie sich zum Beispiel auf Instagram mit dem x-ten Sportwagen zeigen, um nach außen zu suggerieren, sie hätten nahezu unendlich viel Geld. In Wahrheit sind die Autos nicht nur meistens lediglich ausgeliehen, sondern zugleich leben viele auf Pump, in der Hoffnung nach hinten raus irgendwelche gutgläubigen Menschen ins eigene Multi-Level-Marketing zu ködern und es so zu refinanzieren.

Dabei tun sich diese Hochstapler damit zugleich auch selbst generell keinen Gefallen, denn was für Menschen werden denn mit solchen Superlativen und dem Anschein auf einfaches und schnelles Einkommen angelockt? Genau, vor allem Glücksritter, also letztendlich Zeitdiebe.

Daher gilt, lieber ehrliche Werbung und so auch geeignetere Menschen für das eigene MLM gewinnen, zum Beispiel Leute die Spaß und Leidenschaft im Direktvertrieb haben, als Menschen welche schnellen Reichtum erwarten und dies am „besten“ noch bei zugleich wenig Arbeit. Diese Personen werden nicht nur selber schnell im MLM enttäuscht sein, sondern auch der Vertriebspartner, der die Personen mit diesen Methoden gewonnen hat, eben weil die meisten dieser Personen nicht nennenswert, geschweige ausreichend lange genug, aktiv sein werden. Also, ehrlich wert auch hier am längsten.

11. Fokus auf Rekrutierung statt Produktverkauf

In vielen MLM-Strukturen liege angeblich der Schwerpunkt mehr auf der Rekrutierung neuer Mitglieder als auf dem eigentlichen Verkauf der Produkte. Dies führt dann dazu, dass die Vertriebsmitglieder eher dazu ermutigt werden, andere zu rekrutieren, anstatt sich auf den Verkauf zu konzentrieren.

Ist diese MLM-Kritik berechtigt?

Meiner Meinung nach generell nicht, sofern auch lediglich klassischer Produktverkauf möglich ist. Warum? Schauen wir uns dazu auch hier zuerst die klassische Wirtschaft an. So kenne ich viele, welche im Pflegebereich arbeiten und nicht für die Gewinnung neuer Kunden Prämien erhalten, sondern ausschließlich für das Werben neuer Mitarbeiter. So gibt es zum Beispiel eine Person in meinem Umfeld aus der Pflege, welche allein durch das Gewinnen von drei neuen Festangestellten ein Extraeinkommen von 4.500 Euro generieren konnte, denn je neuen empfohlenen Mitarbeiter erhält sie 1.500 Euro.

Ebenso sind mir viele Firmen bekannt, welche zum Beispiel händeringend Softwareentwickler suchen und dazu bei ihren eigenen Mitarbeitern fragen, ob sie ggf. jemanden persönlich kennen würden und belohnen dies teilweise mit hohen vierstelligen Bonuszahlungen.

Also halten wir kurz fest, auch in der klassischen Wirtschaft liegt für Mitarbeiter der Fokus bzw. die Anreize nicht selten und sogar häufig, die Belohnungen ausschließlich auf Mitarbeiterempfehlungen, also der Rekrutierung.

Dennoch sollte es wohlgemerkt im Network-Marketing immer möglich sein, auch ohne Rekrutierung neuer Vertriebspartner Provisionen zu erzielen und keine zwingende Voraussetzung darstellen, dies wäre im übrigen auch ganz klar illegal.

Sodass jeder Networker selbst entscheiden kann, ob er sich mehr auf den Direktvertrieb konzentriert oder auf die Rekrutierung neuer Vertriebspartner oder idealerweise eine Kombination dessen wählt.

Dass das Werben neuer Mitstreiter im MLM besonders lukrativ ist, da man sowohl direkt als auch indirekt an der Leistung, also den direkten und indirekten Umsätzen aus den Verkäufen, beteiligt wird, trägt natürlich entscheidend mit dazu bei, dass sehr gerne, neben den Kundenempfehlungen und eben oft auch ausschließlich, vergleichsweise viel Energie dafür eingesetzt wird. Denn langfristig sind durch diese Hebelwirkung nicht nur höhere Einkommen, sondern ist auch der Aufbau eines Passiven Einkommens, selbst ohne Folgeprovisionen, realisierbar, da man dann an jedem Verkauf in der Struktur mit partizipiert.

Auch in der klassischen Wirtschaft ist es so, dass es Wachstum generell nicht ohne weitere Mitarbeiter gibt, d.h. Firmen, die stark wachsen, bauen ihre Belegschaft aus. Firmen hingegen mit rückläufigen Umsätzen oder/und Gewinnen bauen Arbeitsplätze ab.

Ebenso sollte es immer im gesamten MLM-Unternehmen so sein, dass wesentlich mehr Kunden als Vertriebspartner gewonnen werden. Wenn es hingegen andersrum wäre, dann haben die Produkte keinen echten Endkundenmarkt, also keine echte Nachfrage und somit sind weder stabile Umsätze möglich, noch ein stabiles Geschäft und somit kein stabiles Einkommen. In meiner Struktur gibt es zum Beispiel ein Vielfaches an Kunden zu meiner Vertriebspartnerzahl, eben weil im Durchschnitt viel mehr Kunden gewonnen werden als selbstständige Mitarbeiter.

12. Hohe Fluktuation

Stimmt wenigstens diese Kritik? Kurz gesagt: Ja. Diese Kritik ist an sich tatsächlich berechtigt. Zumindest auf den ersten Blick, wenn man rein die Zahlen betrachtet. Allerdings könnten wir dann genauso zum Beispiel kritisieren, dass weit über 90 Prozent der Leute, welche einem Fitnessstudio beitreten, bereits wieder nach wenigen Wochen nicht mehr dort aktiv sind.

Liegt es also am Fitnessstudio, dass die Mitgliederzahl eine so drastisch hohe Fluktuation aufweist?

Natürlich liegt es nicht am Fitnessstudio. Denn seltsamerweise generieren diejenigen, welche es ernsthaft und regelmäßig machen und dabei natürlich auch die Geräte richtig bedienen, indem sie sich zuvor korrekt vom Fitnesstrainer/in einweisen lassen, Ergebnisse. Die absolute Minderheit straft also eines Besseren der absoluten Mehrheit.

Ganz ähnlich sehe ich es im Multi-Level-Marketing. Viele sind einfach, und das sind die meisten, nicht einmal bereit sich richtig einweisen zu lassen, geschweige regelmäßig die Meetings zu besuchen und schon gar nicht die vermittelte Theorie auch in der Praxis umzusetzen.

Was machen die meisten stattdessen im MLM? Genau, sie machen einfach nichts, so wie eben auch der Großteil der Leute welche sich noch kurz zuvor begeistert und hochmotiviert im Fitnessstudio angemeldet haben.

Schnell sind die neuen Jahresziele oder die Motivation für die Strandfigur vergessen. Schnell übernimmt bei den meisten Personen der Schweinehund und die Ausreden die Überhand. Rasch wird sich neuen Dingen zugewendet, oft ohne jemals richtig gestartet zu sein. Die guten Vorsätze werden nicht selten auf ewig hinaus in die Zukunft verschoben.

Also ja, im MLM gibt es eine erschreckend hohe Fluktuation. Doch diese ist nicht weniger schlimm oder ungewöhnlich als im Fitnessstudio oder in vielen anderen Bereichen des Lebens.

Menschen sind nun mal so wie sie sind und nur die wenigsten haben gelernt sich eigenständig zu motivieren, zu disziplinieren und langfristig zu denken & zu handeln.

Doch erfreulicherweise, gerade eben deshalb, weil die Masse der Leute nicht über die nötige charakterliche Eignung verfügt und sich schnell von ihrem Ziel wieder ablenken lässt, können die wenigen, welche es ernsthaft wie ein Business statt wie ein Hobby zu betreiben, auch „langfristig“ so viel erreichen. Übrigens, auch dies ist ähnlich wie im Fitnessstudio, würden alle fleißig trainieren, dann wäre es gar nicht möglich Preise für teilweise unter zwanzig Euro im Monat anbieten zu können.

Die Schwäche der meisten Leute ist also insgesamt sogar gut für das System, egal ob im Fitnessstudio oder im Network-Marketing.

Fazit

Wie Du siehst ist die meiste Multi-Level-Marketing-Kritik total ungerechtfertigt, trifft nur auf den ersten Blick zu oder kann lediglich bei unseriösen MLM-Firmen und Vertriebspartnern richtig sein.

Wer sich hingegen ernsthaft mit Network-Marketing auseinandersetzt und sich sauber arbeitende Unternehmen im Strukturvertrieb und korrekt agierende Vertriebspartner anschaut, wird rasch feststellen, dass all die häufig herangetragene Kritik nicht richtig ist oder wenn dann aus einem anderen Kontext heraus betrachtet werden muss.

Dies bedeutet natürlich dennoch nicht, dass Multi-Level-Marketing perfekt sei. Gewiss nicht. Doch ich persönlich finde MLM, insbesondere im Vergleich zu den meisten klassischen Unternehmen, nicht selten viel ethischer, moralischer, fairer und manchmal sogar besser.

Dennoch sollte Network-Marketing nicht als Konkurrenz angesehen werden und schon gar nicht als Ersatz einer festen und vergleichsweise sicheren Gehaltszahlung, sondern allen voran als mögliche Ergänzung, indem der Aufbau eines Zweiteinkommens möglich ist und dank der nebenberuflichen Selbstständigkeit eben auch nahezu alle Potenziale des Unternehmertums und Freiheiten bietet.

Dabei aber somit auch immer gleichzeitig, was nie übersehen werden darf, auch wenn vergleichsweise verschwindend gering, einige Risiken birgt und nie Garantien auf Erfolg versprechen kann!

Kennst Du weitere Multi-Level-Marketing-Kritik?

networker
 

Konnte bereits während seines BWL-Studiums, durch moderne Inbound-Marketing-Strategien, 483 Erstlinien sponsern und ein hauptberufliches Monatseinkommen im Network-Marketing über das Internet aufbauen. Mit mittlerweile über weit eintausend direkt gesponserten Vertriebspartnern zählt er zu einer der erfolgreichsten Rekrutierern der deutschen MLM-Branche.

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