Generelle Vorsicht bei MLM-Unternehmen ohne deutsche Niederlassung

Wie so oft im Leben ist nicht alles gleich Gold was glänzt. Auch im MLM gilt diese Regel. Bereits vor der eigentlichen Tätigkeit gibt es viele Faktoren zu beachten. Vor allem ausländische MLM-Unternehmen sind in Deutschland oft beliebt. Was wohl auch u.a. daran liegt das deutsche MLM-Unternehmen hierzulande doch immer noch nur sehr überschaubar vertreten sind. Allerdings gibt es bei ausländischen MLM-Firmen auf etwas ganz besonders acht zu geben, damit es später keine böse Überraschung gibt. Die Rede ist von der (fehlenden) deutschen Niederlassung. 

Wer in einem MLM-Unternehmen einsteigt welches über keine „deutsche Niederlassung“ verfügt kann sehr schnell böse Überraschungen erleben. Eine der größten Überraschungen dürfte dabei sein wenn der Vertriebspartner plötzlich und ohne Gründe vom Unternehmen gekündigt wird. Was eventuell für den ein oder anderen erstaunlich klingen mag und nur als Einzelfall gelten könnte, ist beileibe keine Seltenheit. Diese Vorfälle durfte ich die letzten Jahre immer wieder bei Network-Kollegen beobachten. Vertriebspartner wurden einfach und ohne Ankündigung gekündigt.

Die Kündigung bedeutete nicht nur dass der Vertriebspartner nun keine neuen Kunden und Partner mehr anbinden konnte, sondern auch das sein Passives Einkommen auf einen Schlag inklusive die gesamte Struktur weg waren. All die mühsame Arbeit und all die Zeit und Energie – von den finanziellen Aspekten ganz zu schweigen – einfach auf einen Schlag eliminiert.

Doch warum ist dieses Vorgehen bei ausländischen MLM-Unternehmen ohne deutsche Niederlassung keine Seltenheit? Ich kann dazu nur spekulieren. Ich vermute das einige MLM-Firmen sich der Tatsache bewusst sind dass die Vertriebspartner in den Ländern wo keine Niederlassung besteht, kaum eine Möglichkeit haben gegen diesen Tatbestand juristisch vorzugehen. Wenn bspw. ein MLM-Unternehmen aus den USA hierzulande expandiert und einen deutschen Networker kündigt, müsste dieser vor ein US-Gericht klagen. Die meisten Vertriebspartner haben dazu natürlich weder Zeit, noch Geld. Von den sprachlichen Hürden und dem enormen Aufwand ganz zu schweigen.

So kann ein MLM-Konzern dann ganz schnell – quasi auf Knopfdruck – viel Geld einsparen, welche sonst für Provisionen aufgewendet werden müssten. Besonders MLM`s welche finanziell angeschlagen sind bedienen sich dann gerne dieser Option, manchmal ist es aber auch einfach Gier die dahinter steht. Die Gier schnell und leicht noch mehr Gewinn für das Unternehmen zu generieren.

Anders ist es hingegen wenn das Unternehmen aus dem Ausland hierzulande einen Sitz/Niederlassung hätte oder einfach ein deutsches MLM-Unternehmen wäre. Ein gutes Beispiel hierzu ist der Fall von Jürgen Liebig: Herr Liebig hat in dem MLM-Konzern „LR“ in etwa 20 Jahren über 400.000 Partner in seiner Struktur aufgebaut. Ohne ihn wäre „LR“ wohl möglich niemals das Unternehmen geworden was es heute ist. Nämlich die umsatzstärkste deutsche MLM-Firma. Doch trotz dieser Leistung und mir unbekannten Gründen wurde „Jürgen Liebig“ einfach von einen auf den anderen Tag sprichwörtlich rausgeschmissen.

Zum Glück konnte Herr Liebig vor einem deutschen Gericht klagen und bekam eine Entschädigung von mehreren Millionen Euro. Soweit ich zu hören bekommen habe, hat er sogar die Option nach einer Sperrfrist wieder aktiv zu werden, wenn er denn wollte. Wie dem auch sei, bei einem ausländischen Unternehmen hingegen – ohne Niederlassung hierzulande – wäre es sehr viel schwieriger geworden das Unternehmen zu belangen. Daher ist es so fundamental wichtig mit einem Unternehmen zu arbeiten welches entweder Made in Germany ist oder wenigstens hierzulande eine Niederlassung hält. So kann man im Notfall – welcher natürlich hoffentlich nie eintritt – ein MLM-Unternehmen für sein rechtswidriges Verhalten jederzeit und in deutscher Sprache belangen.

Last but not least, zeigt und signalisiert ein MLM-Konzern seinen Vertriebspartner – mit einer Niederlassung hierzulande – auch eindeutig das dieses es ernst meint und gewillt ist vor Ort Fuß zu fassen. Statt wie eine Heuschrecke eventuell nur mal kurz etwas Geld einzusammeln um wenig später wieder zu verschwinden und anschließend über das nächste Land herzufallen.

networker
 

Konnte bereits während seines BWL-Studiums, durch moderne Inbound-Marketing-Strategien, 483 Erstlinien sponsern und ein hauptberufliches Monatseinkommen im Network-Marketing über das Internet aufbauen. Mit mittlerweile über weit eintausend direkt gesponserten Vertriebspartnern zählt er zu einer der erfolgreichsten Rekrutierern der deutschen MLM-Branche.

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