Wettbewerbsstrategien nach Porter oder auch Porter Marketing

„Nur aus der Nische kann man erfolgreich werden“, das höre ich oft. Das es allerdings auch andere Wettbewerbsstrategien gibt, ist kaum jemanden bekannt. In diesem Beitrag werde ich Dir die Wettbewerbsstrategien nach Porter vorstellen.

Bevor wir auf die Wettbewerbsstrategien nach Porter eingehen, werde ich Dir zuerst einmal erläutern warum eine Wettbewerbsstrategie überhaupt wichtig für Dich ist. Nun, bevor Du Dich überhaupt mit Traffic-Generierung, also der Frage, wie gewinne ich erfolgreich Kunden, beschäftigst, ist zuerst einmal die Positionierung wichtig. Warum also sollen zukünftig Kunden bei Dir das Produkt kaufen und nicht bspw. bei x oder y? Nur wenn Du Dir diese Frage beantworten und sie an Deine Kunden kommunizieren kannst, hast Du eine Chance Dich erfolgreich im Wettbewerb zu platzieren oder sogar den Wettbewerb zu übertrumpfen.

Doch braucht man nicht lediglich als Unternehmer Positionierungsstrategien? Nein, auch wenn Du bspw. „nur“ als Affiliate oder Networker tätig bist solltest Du vorab für Dich analysieren was das Angebot, dass Du vermarkten möchtest auszeichnet, denn nur so kannst Du die besonderen Vorteile Dir bewusst machen und diese in der späteren Vermarktung besonders herausstellen.

Um allerdings diese Punkte zu kennen, musst Du natürlich auch die Wettbewerber analysieren, also gucken wo diese ihre Schwächen haben. Konkrete Praxis-Beispiele dazu gleich.

Falls Du nicht so gerne liest, kannst Du zum Thema Wettbewerbsstrategien nach Porter auch alternativ das Video ansehen:

Wettbewerbsstrategien nach Porter

1.  Kostenführerschaft

Kostenführerschaft ist eine Strategie welche diverse Unternehmen erfolgreich anwenden. Denken wie bspw. nur an Aldi, Lidl, Ryanair, McFit, Dacia. Doch wie schafft es bspw. Ryanair überhaupt Flüge so wesentlich kostengünstiger anzubieten als bspw. Lufthansa? Zu einem indem sich die Firma nur auf die profitabelsten Flugstrecken und effektivsten Flugzeugmodelle konzentriert. Zudem indem die Umlaufgeschwindigkeit erhöht und intelligentes Crossselling durchgeführt wird.

Allerdings ist die Fluggesellschaft nicht umstritten, da u.a. die Piloten nicht als Angestellte, sondern als Selbstständige beschäftigt werden, womit Urlaub und Krankheitsstage unbezahlt sind. Trotz berechtiger Kritik, das Geschäftsmodell ist erfolgreich und Ryanair ist zugleich einer der profitabelsten Fluggesellschaften überhaupt.

Weiteres Beispiel zur Kostenführerschaft McFit: Noch vor einigen Jahrzehnten waren Fitnessstudios eher etwas für die gehobene Mittelschicht, denn die Beiträge waren teuer. Der Gründer von McFit erkannte das Potential wenn er durch günstigere Preise mehr Leuten Zugang verschaffen würde. Um diese Preise möglich zu machen, verzichtete er bei seinen Studios auf den üblichen Schnickschnack wie bspw. Sauna und positionierte sich zugleich in kostengünstige Lagen, meistens etwas außerhalb der City wo die Miete wesentlich günstiger ist. Die Idee wurde ein Erfolg und mittlerweile gibt es hunderte Discount-Fitnesscenter in mehreren Ländern.

2. Differenzierung

Warum sind Leute bereit für einen Mercedes, Apple oder Miele Produkt wesentlich mehr Geld auszugeben als für ein vergleichbares Produkt? Aufgrund der Differenzierung, d.h. diese Produkte unterscheidet jeweils etwas von anderen Produkten bzw. wird es zumindest vom Kunden so wahrgenommen.

Bei der Automarke Mercedes sind bspw. viele Menschen bereit mehr Geld auszugeben als für ein vergleichbares Fahrzeug weil sie die Qualität schätzen, man spricht in diesem Zusammenhang im Übrigen auch von Qualitätsführerschaft. Doch auch das einzigartige Design von Mercedes, die allgemein höhere Sicherheit und vergleichsweise hohe Robustheit und somit Verlässlichkeit der Fahrzeuge wird oft geschätzt. Zudem wollen sich viele mit der Automarke schmücken, da sie es als Prestigeobjekt, also Statussymbol sehen und damit nach außen zeigen wollen das sie es beruflich geschafft haben.

Ähnlich geschickt hat es Apple geschafft seine Produkte von vergleichbaren Angeboten zu differenzieren. Angefangen von einem besonders schicken Design, immer wieder neuer Ansätze mit klaren Alleinstellungsmerkmalen, wie auch der intelligenten Vermarktung, bei der u.a. die Käufer des IPhones ein Event erleben, indem die Psychologie nach Anerkennung und Zugehörigkeitsbedürfnis der Menschen geschickt im Verkaufsprozess genutzt wird. Ich bin zwar selber kein Apple-Nutzer, doch Apple ist für mich persönlich eines der cleversten Unternehmen wenn es um geschickte Vermarktung geht.

Doch auch erfolgreiche Unternehmen wie Amazon, Google und sogar Facebook können in ihrer Kernkompetenz der Differenzierung zugeordnet werden. Denn die jeweile Idee war bei allen schon lange nicht mehr neu, nur haben sie alle etwas anders gemacht als ihre Wettbewerber. Google ist bspw. nicht die erste Suchmaschine gewesen, doch sie unterschied sich aufgrund ihres Suchalgorithmus und Nutzer freundlichen Designs.

Facebook war nicht die erste Social Media Plattform, doch die einzige Plattform mit einem Gefällt mir Button. Einen Urinstinkt des Menschen – nach Anerkennung – welchen Facebook erkannte zu nutzen.

Und Amazon hatte im Kern die simpel Idee Bücher online zu verkaufen. Beeindruckend kreativ nicht wahr? 😉 Wohl niemand hätte damit gerechnet, dass der Gründer Jeff Bezon damit einer der reichsten Menschen der Welt werden würde.

Übrigens, apropos reich, auch Warren Buffett, er gilt als erfolgreichster Investor der Welt und zweitreichste Person des Planeten Erde, hat nichts komplett neues erfunden. Er betreibt lediglich einen Fond, wie es tausende andere da draußen ebenso machen. Doch warum ist er dann einer der Reichsten der Welt? Weil er sich differenziert durch seine Performance, von etwa 20% im Jahr, welche so kontinuierlich und lange bisher kein anderer Investor der Welt für seine Anleger generieren konnte.

Für mich persönlich gibt es noch einen Grund warum speziell Google, Facebook, und Amazon so unglaublich erfolgreich sind und was sie von der Konkurrenz differenziert, es ist die einzigartige Kundenbeteiligung, in der Kunden nicht nur Kunden sind, sondern auch gleichzeitig die Möglichkeit haben durch eigene Aktivität Umsatzanteile zu erzielen. Amazon bietet bspw. ein attraktives Partnerprogramm an, ebenso wie Google. Diese vielen kleinen Helfer bescheren den Unternehmen so Milliarden Dollar Umsatz, welche sie sonst nicht erzielen würden und wodurch sie gleichzeitig gewaltige Kosten im Marketing einsparen.

3. Nische

Kommen wir zu der letzten Porter Wettbewerbsstrategien, der Nische. Von der alle reden und wo es sogar den gut bekannten Spruch gibt: „The riches are in the niches“. Ja, es ist richtig, generell sind Nischen bei wenig Budget einfacher, warum dies so ist dazu gleich. Allerdings, eine Nische muss man auch erstmal finden.

Doch was ist eine Nsiche überhaupt? Eine Nische kann bspw. eine bisher unbeachtete targetierte Zielgruppe sein, welche also bisher in ihren Bedürfnissen nicht oder nicht genügend befriedigt wurde. Mal angenommen bspw. in Deiner Stadt gibt es nur normale Fitnessstudios, doch keines speziell welches sich nur auf Frauen konzentriert, dann könnte die Nische möglicherweise ein spezielles Frauen-Fitnessstudio sein. Du hättest damit einen Vorteil, weil Du dann keine Konkurrenz hast, also der einzige in der Nische Frauen Fitness wärst. Dementsprechend hättest Du natürlich auch im Marketing keine bzw. so gut wie keine Konkurrenz – denn womöglich nicht jede Frau will in ein reines Ladystudio – und könntest zugleich höhere Preise verlangen, eben weil nur Du dieses Angebot anbietest. Eine Nische bedeutet daher allgemein, sehr günstiges Marketing und zugleich hohe Margen.

Wenn Du hingegen vielleicht als Vendor tätig bist, also eigene digitale Produkte entwerfen möchtest, wäre es bspw. vielleicht sinnvoll anstatt den x-ten Kurs im Online-Marketing anzubieten – was ja schon viele andere tun – und somit Dich freiwillig in Konkurrenz zu geben, dass Du speziell eine Nische wählst, also bspw. eine Unterkategorie im Online-Marketing, wie bspw. Social-Media-Marketing oder noch spezieller einer Unterkategorie im Social-Media-Marketing, wie bspw. Instagram, Facebook-Fanpages, Pinterest, YoutubeSEO etc.. Du könntest so zudem Deinen potentiellen Kunden sogar mehr Wissen vermitteln als einen allgemeinen Kurs im Online-Marketing, weil Du eben alle Tipps und Tricks zu Thema xy erläuterst und nicht nur die einzelnen Bereiche anschneidest.

Fazit: Es gibt natürlich auch noch weitere Wettbewerbsstrategien, doch ich finde, dass die Wettbewerbsstrategien nach Porter auch für den Laien gut zu verstehen und somit nachvollziehbar sind. Manchmal gibt es natürlich bei den Unternehmensstrategien auch gewisse Überschneidungen, so könnte man bspw. McFit im Porter Marketing sowohl in der Kostenführerschaft als auch in der Differenzierung einordnen, denn McFit war bspw. auch eines der ersten Fitnessstudios wo man 24h am Tag trainieren konnte, wodurch es natürlich auch für viele Berufstätige attraktiv wurde, welche Schichtdienst haben, doch die Kernkompetenz ist bei McFit klar der Preis.

Spätestens jetzt weißt Du auch das es nicht immer die Nische benötigt um erfolgreich zu sein, auch wenn Dir das viele Gurus da draußen weiß machen möchten. Ganz im Gegenteil, die meisten Global Player waren nicht die 1. und somit nicht in einer Nische, sondern haben sich lediglich differenziert, wie u.a. Facebook, Google, Apple und Amazon eindeutig belegen.

Auch Kostenführerschaft funktioniert immer wieder, indem sich Unternehmen auf die relevantesten Punkte konzentrieren und so Kosten einsparen können, welche sie an die Kunden weitergeben. Ryanair, Aldi, McFit und Co sind nur einige Beispiele dazu. Aktuell sind in diesem Bereich im Übrigen auch viele Start Ups sehr erfolgreich, wie bspw. Uber, welches Fahrdienstleistungen besonders günstig anbietet oder Airbnb, wodurch Menschen besonders günstig Übernachtungen finden können.

Wie Du also an diesen zahlreichen Beispielen sehen konntest, funktionieren auch heute noch alle Wettbewerbsstrategien nach Porter. Welche Strategie setzt Du als Affiliate, Unternehmensgründer, Networker oder Vendor für Dich ein?

networker
 

Konnte bereits während seines Studiums, durch Inbound-Marketing-Strategien, in 3 unterschiedlichen MLM-Systemen, jeweils ein hauptberufliches Monatseinkommen über das Internet aufbauen und über 400 Firstliner/Erstlinien sponsern und zählt somit zu einer der erfolgreichsten rekrutierern der MLM-Branche. Einen Teil seiner MLM-Erfahrungen, sowie Tipps und Tricks zum Online-Marketing und Geld verdienen im Internet, veröffentlicht er hier im Blog.

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