Mein 1. „katastrophales“ Jahr im Network-Marketing

Nun bin ich schon seit dem Jahre 2005 in der Branche Network-Marketing aktiv, also schon fast ein Jahrzehnt. Und es stimmt tatsächlich „Probieren geht über studieren“. Denn hätte ich damals bspw. den vielen Aussagen und Halbwahrheiten zu dieser Branche Glauben geschenkt und wäre nicht einfach mal ins kalte Wasser gesprungen, dann hätte ich wohl immer noch wie in meinem ersten Jahr von 2005 bis zum Jahre 2006 null Kunden, null Teampartner und null Euro Umsatz. Dem gegenüber ein klaffender vierstelliger Betrag an Investitionen. Höchste Zeit also sich zurück zu besinnen über die Lehrjahre, welche bekanntlich keine Herrenjahre sind, in meiner Network-Marketing-Karriere.

Mein 1. „katastrophales“ Jahr im Network-Marketing

Genau so lief mein erstes „gutes“ Jahr im Network-Marketing ab: Mein Sponsor sagte zu mir, dass die Produkte ihm förmlich aus den Händen gerissen werden und er für die Expansion unbedingt weitere Leute benötigen würde. Und ich solle unmittelbar nach Berlin kommen, damit wir die Produkte an neue Kunden verteilen können und neue Partner anbinden, welche diese einzigartige Chance ebenso erkennen würden.

Es war kurz nach meiner Bundeswehrzeit und ich sah in der Branche des Network-Marketings eine ideale Finanzierungsmöglichkeit für mein Studium. Ich glaubte an dieses Geschäft und investierte nahezu meine kompletten (bescheidenen) Ersparnisse: circa 500 Euro Einstiegspaket, dann mtl. etwa 200 Euro Mindestumsatz (über 10 Monate kamen so etwa 2.000 Euro zusammen), dann diverse Kosten fürs Marketing, bspw. ein riesigen Aufkleber fürs Auto nochmal etwa 150 Euro. Etliche Unterlagen inkl. Partneranträge im Wert von 200 Euro. CD’s, Flyer etwa 200 Euro, eine Webseite für etwa 200 Euro, Fahrkosten zu Schulungen und Übernachtungen weitere circa 500 Euro und noch einiges mehr.

Das Ergebnis nach etwa einem Jahr Tätigkeit im Network-Marketing in Euro:

  • Ausgaben insgesamt: 3.750 bis 5.000 Euro (Sorry, der genaue Überblick ist mir nachher irgendwie verloren gegangen ;))
  • „Gigantische“ Einnahmen von sage und schreibe beeindruckenden: 0 Euro

Ich denke ich muss an dieser Stelle nicht extra erwähnen, das meine Eltern und Freunde zu dieser Zeit dachten ich wäre nicht mehr ganz bei Trost! 😉

Letztendlich musste ich das Geschäft nachher schlicht einstellen, da ich mir den so genannten Aktivstatus – bei mir etwa 200 Euro im Monat – irgendwann nicht mehr leisten konnte. Ich war so Gehirn gewaschen und geimpft  in der Zeit und gleichzeitig übermotiviert, dass ich trotz der bisher katastrophalen Ergebnisse, oder sagen wir doch gleich überhaupt keiner Ergebnisse, bereit war weiterzukämpfen. Denn schließlich gab es doch so viele die in diesem Business erfolgreich waren und einige verdienten sogar hunderttausende im Monat, da würde doch für einen Abiturienten – so dachte ich – wenigstens einige bescheidene hunderte Euro nebenbei im Monat mehr als realistisch sein.

Vor allem wenn viele der erfolgreichen Networker im Unternehmen teilweise nicht mal einen Schulabschluss vorzuweisen haben. „Was die können kann ich schon lange“, früher oder später! Ich dachte also, es wäre wie im Sport und man müsse nur immer fleißig weiter trainieren bis sich früher oder später erste Ergebnisse einstellen würden. Und da es hier keine Verletzungsmöglichkeiten gab, dachte ich mir, das ich „langfristig“ betrachtet früher oder später auf die Erfolgsspur kommen werde. Das logische Gesetz der Wahrscheinlichkeit.

Statt also wie andere mit einer Ausbildung oder Studium anzufangen wollte ich erstmal Geld verdienen und setzte alles auf eine Karte! Bis zur pleite! Ok, ich war nicht wirklich pleite, doch Geld um das Geschäft weiterhin am laufen zu lassen war schlicht nicht mehr vorhanden. Und selbst ein Investor wäre niemals bereit gewesen in mein Business zu investieren, bei den gigantischen Einnahmen! 😉

Übrigens, kurz zurück zu der Anfangsgeschichte: Ich fuhr wie gesagt nach meinem Einstieg nach Berlin – ar***kalt war es auch noch – um mit meinem Sponsor Kunden und Partner zu gewinnen. Den ganzen Tag liefen wir in verschieden Läden und verteilten Flyer. Mit Direktansprache, Fragebögen usw.. Wir versuchten sogar in Eisläden unser Aloe-Vera sprichwörtlich unters Eis zu mischen mit u.a. der Frage „Warum habt ihr eigentlich noch kein Aloe-Vera-Eis?“ Am nächsten Tag und die darauffolgenden 4 Tage telefonierten wir alle generierten Kontakte aus Berlin gemeinsam ab. Übrigens, zu der Zeit gab es noch keine Flatrate und auch hierfür kamen nochmal über 100 Euro zusammen. Wie gesagt, habe bei den ganzen Kosten etwas den Überblick verloren! 😉

Das Ergebnis nach einer Woche Vollzeit mit meinem „Supersponsor“ – der angeblich schon etliche tausende Euro im Monat verdiente:
  • 0 Kunden
  • 0 Partner
  • 0 Euro Umsatz

Trotz der ersten erschreckenden Ergebnisse wollte ich nicht so schnell aufgeben. Aufgeben war in meinem Leben noch nie eine Option! Abgesehen davon war ich, trotz des bitteren erwachens, von der Branche Network-Marketing nach wie vor angetan. Mit meinem Sponsor wollte ich allerdings nicht länger zusammen arbeiten, denn an seiner Souveränität und Glaubwürdigkeit bekam ich große Zweifel. Denn wenn es seine Methoden nicht einmal erlauben Vollzeit und bei diesem hohen Zeit- und Kostenaufwand Ergebnisse zu erzielen, dann konnte irgendetwas nicht stimmen.

Ich besuchte die darauffolgenden Monate diverse Schulungen. Ich erinnere mich daran, das allein ein Onlinewebinar damals 100 Euro kostete – wohl gemerkt: ich habe den Überblick über all die Kosten irgendwann verloren. 😉 Ich nahm all meinen Mut zusammen und sprach Fitnessstudios an, Friseursalons, gab Freunden und Verwandten gratis meine Produkte zum ausprobieren – ich bestellte ja jeden Monat durch den Mindestumsatz so viele Produkte welche ich eh nicht alle verkonsumieren konnte – und machte alles was man mir sagte. Die Ergebnisse? Abgesehen davon das mein Freundeskreis spürbar kleiner wurde, ebenso wie meine Ersparnisse: nothing, nichts, nada, null!

Gut, ich liebte Herausforderungen, doch etwas mehr hätte ich mir schon vorgestellt! Mit ersten bescheidenen Ergebnissen wäre ich schon zufrieden gewesen! Doch es passierte einfach nichts und das obwohl ich alles das machte was man mir erzählte (erst die Tipps vom Sponsor welche ich befolgte und dann von der Upline)! Nichts, nichts, nichts und immer wieder nichts!!!

Selbst meine damalige Freundin knallte mir irgendwann einen Spruch an den Kopf wie: „Du warst mal so engagiert und jetzt machst Du nur noch sone Sch***e!“ Wer wollte es ihr verübeln, denn es waren nur mal keine messbaren/sichtbaren Resultate da! Es gab tatsächlich keine! Außer natürlich den inmateriellen Wert der Erfahrungen! 😉

Wie gesagt, ich machte so lange weiter bis zum mehr oder weniger bitteren Ende, indem mir das Kapital ausging. Dies sagte ich im Übrigen auch – Ehrenmann wie ich nun mal bin – meinem Sponsor. Was glaubst Du war darauf seine weise und weitsichtige Antwort? 😉 „Dann nehme halt einen Kredit auf!“ Spätestens jetzt wusste ich das mein Sponsor nicht mehr alle Latten am Zaun hat. Ein junger Mensch der nicht mal eine Ausbildung hat und null Euro Einnahmen erzielt, solle sich nun in der Blüte seines Lebens verschulden?! Abgesehen davon natürlich das bei diesen Bedingungen eh niemals jemand mir einen Kredit gebilligt hätte.

Die Grenze war für mich hier überschritten, denn Kredit bedeutet Abhängigkeit und dies war für mich noch nie eine Option und wie gesagt, hier natürlich auch überhaupt nicht möglich und angebracht. Ich habe wohl zum ersten mal im Leben sagen müssen: „Ich gebe auf und streich die Segel!“

Doch ich gab nicht in der Branche des Network-Marketings auf, sondern nur diese eine Schlacht, um es später noch besser zu machen und diese wertvollen Erfahrungen und Fehler mitzunehmen um daraus zu lernen und sukzessive besser und besser zu werden. Denn eines war erfreulicherweise immer noch genau wie zuvor, zu Beginn meiner Networkkarriere: „Es gibt viele erfolgreiche Menschen im Network-Marketing„! Da diese erfolgreichen Leute erfreulicherweise auch nur Menschen sind und diese somit ebenso nur mit heißem Wasser kochen, wusste ich, es würde zwar weitaus länger dauern als gedacht bis ich alle Geheimnisse über erfolgreiches Network-Marketing entdecken würde, doch es wäre definitiv nur eine Frage der Zeit.

Last but not least, hatte ich gleichzeitig einen gewaltigen Vorteil: Der Zeitfaktor! Denn ich war gerade einmal Anfang 20 und somit hätte ich mehr Zeit als genug mich im Network-Marketing so lange auszuprobieren, bis der Erfolg endlich einkehren würde. Übrigens, „Erfolg“ wäre für mich an dieser Stelle bereits gewesen, überhaupt mal wenigstens einen Kunden oder/und Partner zu sponsern. Diese Vorstellung war für mich zu dieser Zeit allerdings noch nahezu utopisch. Denn wohlgemerkt, ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt 0 Partner und Kunden gewinnen können!!!

Und was kommt logischerweise nach dem 1.  „katastrophalen“ Jahr im Network-Marketing? Genau, das 2. „katastrophale“ Jahr im Network-Marketing. 😉

networker
 

Konnte bereits während seines Studiums, durch Inbound-Marketing-Strategien, in 3 unterschiedlichen MLM-Systemen, jeweils ein hauptberufliches Monatseinkommen über das Internet aufbauen und über 400 Firstliner/Erstlinien sponsern und zählt somit zu einer der erfolgreichsten rekrutierern der MLM-Branche. Einen Teil seiner MLM-Erfahrungen, sowie Tipps und Tricks zum Online-Marketing und Geld verdienen im Internet, veröffentlicht er hier im Blog.

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